Teil 1. Jetzt.
Kaum geschlafen neben einem Jungen den ich nicht einschätzen kann, wo ich Fetsch so vermisse, den ganzen sonnigen Herbsttag Haschisch. Weimar hat eine ganz andere Aura als Erfurt. Mir ist lang nicht bewusst gewesen, wie sehr sich die Mentalitäten von Region zu Region unterscheiden. Erfurt ist vollgestopft mit Meth-Leichen, nuttigen Kindern und besorgten Bürgern. In Weimar ist alles viel sauberer, heller, geschmackvoller - auch wenn der Klassik-Hype nervt, tut er doch seine Wirkung, und die ist zumindest für einen von seinen Eigenschaften irritierten Touristen aus Erfurt wie mich erfrischend. Wie können die Leute aber so wenig Sicherheitsabstand wahren? Ich wurde lang nicht mehr so oft berührt. Ich habe Lust noch etwas weiter abzusteigen und verschreibe mir eine Packung Hustenstiller. Die beiden Apothekerinnen sind sehr misstrauisch, ich glaub ich lüge auch schlecht, aber sie können mir nichts beweisen, also verkaufen sie mir eine Packung. Dafür bekomme ich keine Taschentücher dazu. Ich fühle mich irgendwie ertappt. Ich denke an William S. Burroughs. Die Interview-Sammlung "Bericht aus dem Bunker" ist toll. Beeinflusst von seiner Aura sage ich mir, dass es wichtig ist, dass sich gerade die Unterschicht, zu der ich gehöre, mit Drogen die Perspektiven erweitert. Mein Interesse für Drogen kommt aus einem sehr einfachen, zähen Nihilismus. Natürlich ersetzen Drogen bestimmte zwischenmenschliche Erfahrungen. Der Herbst wird dunkler. Ich genieße es unwahrscheinlich, meine Aufzeichnungen zu lesen, die ich unter Drogeneinfluss zustande gebracht habe. Es ist wirklich verkehrt, dass man unter Cannabis-Einfluss notwendig Unsinn redet. Es ist wohl eher so, dass die Droge in einem sehr ausgemergelten Gehirn keine Wunder bewirken kann. Auf eine seltsame Art und Weise vertieft Gras, was du bist - und vorallem was du nicht bist. Man stelle sich einfach einen Idioten vor, dessen Kanäle weit geöffnet sind. Doch darum soll es heute gar nicht gehen, sondern um die Hustenstiller-Wirkung, die mit großem Abstand zum Seltsamsten gehört, was ich jemals erlebt habe. Die Wirkung ist immer so verschieden, dass man nie weiß, worauf man sich einlässt. Ich wüsste wirklich nicht, was ich gerade mit meinem Leben besseres anstellen könnte, als mit meinem Gehirn, und damit mit der Realität zu spielen. Ich würde mir gern eine spielerische Leichtigkeit im Umgang mit Drogen und Kunst erarbeiten. Noch bin ich etwas verkrampft, was auch daran liegt, dass ich an Worten hänge, hängen muss... außerdem ist es für mich immer noch ungewohnt, so derart intensiv und repetativ um mich und in mir selbst zu kreisen wie in diesem Blumen-"Projekt". Ständig frage ich nach dem "warum" und dem "für wen" und dem "wie genau"? Es gibt kaum ein soziales Umfeld, an das ich mich anpassen muss. Mittellos und ohne feste soziale Strukturen, bleibt dir nur noch, dich dem Organ zuzuwenden, das dir das alles eingebrockt hat: das gute alte Gehirn, das rot-pulsierend im Zentrum und im Hintergrund von allem ist, was du erlebst. "Im Leben geht es ausschließlich ums Gehirn.", hängt das Pathos wie an jedem anderen Tag im Zwischenraum meines Dahintreibens.
Ein Liter Grapefruitsaft zwischen 16 und 17 Uhr und 18.30Uhr die Packung auf leerem Magen gefrühstückt. Drogen sind auch Nahrungsmittel... gehört zumindest in Erfurt an die Häuserwände. Willst du in einer Gesellschaft leben, in der Meth nötig ist? Nein! Willst du in einer Gesellschaft leben, in der Gras die Grenzen zwischen dir und der Umwelt weichzeichnet? Vielleicht. Aber willst du in einer Welt leben, in der man dir erlaubt, dich mit DXM zu verändern? Du hässliches, schwitzendes, schwankendes Tier... ein gärendes Loch Zukunftsangst in deinem Magen. Ich versonderbare immer mehr... Schnell nochmal aufs Klo, bevor ich nicht mehr laufen kann.... Wäre ich berühmt, würde ich mir nicht so schäbig vorkommen... Vielleicht ist Ruhm eine Falle, in der das Ego stecken bleibt? Ich liebe Roger Willemsen. Mir ist so fade. Die Fadheit wird unter DXM richtig intensiv, bis man ausrutscht und neben sich steht. Das ist der Plan. Gewiss kein Vergnügen. Eine Reise an den dunklen Rand. Leichte Übelkeit und naja. Jetzt zu sterben wäre kein Witz. Ich hab das Bedürfnis in irgendeiner Sache komplett ernst zu sein, ich möchte dass man sich auf etwas verlassen kann. Ich möchte jemand sein und bin unter niemandem. Das ist die Fragezeichenblume, die im Tropfen eines traurigen, staubigen Liedes einen gequälten Gesichtsausdruck macht. Gegen die Fad/Übelkeit hilft vielleicht Hasch. Und mehr ist es auch nicht was ich mache... ich steuere irgendwo hin... Das ist mein Beruf... das Schleichen.... als Körper hin und her... Diese Selbsterkenntnis und das Fadheitsgefühl scheinen ein-und-das-selbe-zu-sein-ich-rauch-eine-haschpfeife-und-bin-nicht-cool-oder-kühn.
Wenn es dichter wird, muss die Musik heller. Wir wollen nicht abstürzen. Es geht darum, an irgendwas teil zu habne. Aber woran? An der Gesellschaft? An Musk? An den eigenen Sinnen? Woran möchtest du mit deinem Alltag teilhaben? Wo gehörst du hin? Ich gehöre nirgends hin, ich bin allein... also lass mich in meine Einsamkeit fallen, .... hier passiert so viel oder? Was fang ich mit diesem langsamen Körper an? Dafür ist die Übelkeit fort. Aber eine Erschöpfung macht sich breit, die alles in Wachs verwandelt... alle Probleme, die ich mit dem Konsum dieser Droge bereite, sind Wachs. Ich freue mich schon diesen Text zu lesen. Ich bin in einem viel klareren Zustand als Wachen und Schlafen. Oder? Überall kommt ein oder`ran....
jeder lebt für sich....Jeder lebt seinen Körper... Im Streit vergesen wir das... grinst die häässliche Sofaecke-.... Geld und eifersüchtig hässlicht sie uns zu ... und die Musik hat auch keine Lust, tut nur so als würde sie gern hier durchgehen und die Tickets abknipsen.... Wenn wir ein Lied hören, sind wir gezwungen, uns damit zu indentifizieren... vor diesem weichen Problem steht der zwiebelig-rauschende dxm-Konsument. Seht ihr wie ich fahre? Bester Satz des Abends... Seht ihr dass die Wirklichkeit nicht mit einem Film vergleichbar ist? John Lennon hat eine Bratwurst i der Hand, während er michz über die Streaße führt ... in gedanken.. nur kotzige Gedanken... die ich mir zurechtmache wie eine Frisur... um sie ins Licht zu stellen... ich glänze wie ein Zug ... ich möchte nicht mehr schreiben... die Steigerung ist unendlich knusprig.
Einfach mal nur so irgendwo herumbohren mit langem wabbrigem Finger. Die Euphorie presst die Worte und doe Wirklichkeit z7usammen.- Ich schließe die Augen und höre auf ein großer großer Schriftsteller zu sein, ich stlziere wie ein schöner Algerier in grauem Gewand +über den den sanften Park von Weimar, er ist nunmal sanft, er liegt mir sanft im Mund, alles liegt mir sanft im Mund, erstrahlt in einem schönen Licht. Ich fühle mich als wäre ich zu Besuch in einer Stadt die ich lang nimmer gesehene habe. Intereesssant dass maeine Finger wissen wo die Buchstaben sind.
Es sind nicht meine Buchstaben. Lohnt es sich, darauf herumzukauen? Ja...Viuelleicht gibt es hier nichts für mich zu tun. Ich schreibe seltsam langsam. Wie sieht mein GEischt aus? Ist es wichtig? Nein? Wenn ich an mein Geischt denike, während ich diesen Satz schreibe, wie ich so die Buchstzaben ansehe die ich drücke um Worte zu erzeugen, diesen Mechanismus ganz bewusst ausführen. Ich schreibe etwas. Andere arbeiten etwas. Ich tue nichts und existiere trotzdem-. Das ist die Nuss! Das absolute Zentrum meines Lebens, verschwommen, was ist ein Gesicht? Was bedeutet ein Gesicht? Meine akustische Wahrnehmung scheint nur ein Kommentarauf etwas zu sein-. Mal sehen wie mein Gesicht mit Captain Beefheart assieht? (schreibend zu7 Frownland). Es ist wirklich existierende Musik. Ich werde niedergerissen... Ich hab Angst mich hässlich zu finden. Das wäre mal eine Aufgabe, dem nachzugehen. DXM macht total wach und offen und sauber und wirr... Cannabis öffnet die Kanäle, DXM ist so eine Art Politur. Auf jedenfall jemand anders ist man so im Gehirn zack lal lalala ... Es geht doch darum, die Sinne zurückzuerobern! Darum geht es bestimmt auch Roger Willemsen. Ihn zu treffen wäre so toll... Ich möchte eine Bedeutung haben... Was wäre ich, würde ich nicht schreiben? Was hätte ich zu geben? Das Lied verklingt.... Ich weiß nicht ob ich verklingt geschrieben hätte, würde ich nicht in diesem Ambient hängen, und Pipilotti Rist singt "Wicked Game". IIst das vielleicht die Stelle, die ich Roger Willemsen zum ersten reinlesen empfehlen will? ich suche ein besseres wort für empfehlen: es klingt so, als würde ich etwas leisten. Roger Willemsen versteht mich bestimmt.. Dieses Buch dreht sich nur um die Frage, ob Roger Willemsen sich mit mir verstehen würde oder nicht. Das ist die Gürteltasche, die ich den ganzen Tag bei mir trage.... Wie muss ich sein um Anschluss an die Welt zu7 finden? Wie muss ich sein um etwas aus diesem Leben zu machen? Ich stolpere über das Echo, das die frage in mir hinterlässt und ich schaue in den Spiegel und finde mich und küsse mich und mir wird warm, ob es dem Leser nun auch warm wird, ich weiß es nicht. Ohne diese akustische/visuelle Umrahmung sind die Gedanken nicht zu verstehen. Die Musik drückt manchmal falsche Gefühle den Worten auf. Man kann über alles zu falscher Musik dazu schreiben. Der Gedanke ist wichtiger als der Satz. Jeder wartet auf seinen Durchbruch. Ich stehe nicht gern an. KAlle wollen sprudeln und ich will mich zurückziehen.... Willst du sprudeln oder willst du tropfen? ---Ganz einfache Frage, also bitte auch einfache Antwort. ...
Es ist schön sich hinzusetzen in die Verheißung, die Nick Cave mit All Tomorrows Parties aufmacht, die ich mir anhöre, wöhrend in der Stadt irgendwelche Kultur aufrechterhalten wird. Da gehöre ich vielleicht gar nicht dazu, ist ja auch nicht schlimm, schaut dich der S#nger krsiv an. - > Die Intensität dieser Gedanken kommt von den Drogen. Gute Ausrufezeichen ... zum Glück nur auf einer Bühne, nicht im realen Leben... um Himmelswillen, warum sollte man mit so einem Gehirn auf Arbeit gehen? Some Velvet Morning?Eine schwerem schwere Feder liegt hinter meinem Gesicht. Ich höre dem Lied einfach mal zu....
Drogen sind eine Antwort auf die Frage was ich mit meinem Leben mache. Obwohl ich in meinem Zimmer sitze, strahle, an die Leine des gleißenden Lichts gespannt, finden die Küchengeräusche hinter mir zwischen meinen Ohren statt. Dazu erzählt Kate Bush eine gruselige Geschichte über Kindesmissbrauch
Was gibt es noch interessantes zu tun?
Ist es gut, sich hier liegenzulassen?
Ich habe an der Welt teil, indem ich an der Musik teilhabe. Ich bin ein bewusstloser Einbrecher in meinem Leben. Oder ich mache mich dazu... Jeder fängt etwas anderes mit seinem Leben an... ich meine nicht Beruf...die Menschen sind verschieden... häää??? was ist denn das für eine langweilige Erkenntnis?`Sie babbert so schön, sie schlackt transparent hin und her ... Die Bewegung ist wichtiger als das Bewegte... Bekifft am Computer schreiben kann auswirkungen auf das denken haben oder? das ist die frage, während ich aussehe wie tom yorke und playback singe: david byrne dance with somebody. coverversion. oh. die leute sind so träge wie ich und die musik. ales schwabbert zusammen. musik kann die wirklichkeit ändern wie drogen. oder? ich weiß nicht was ich sagen will... lass mich fallen...
Was für eine Erkenntnis: es geht auch ohne Musik. Ich bin Musik-süchtig. Obwohl hier nichts läuft hab ich einen Helm mit schwerer Musik auf, ganz leise vom Nachbarn. Nichts tun müssen kommt dazu. Nirgends hinwollen noch obendrauf, weißte Bescheid? (Jetzt hätte ich gern, dass der Leser Haschisch in einer Pfeife raucht, damit es schön ordentlich kratzt. Und jetzt weiß ich auch, dass ich mit idesen Texten Geld verdienen kann... Als Bastler von metaphysischen Pausenbonbons für Kiffer oder? Es fühlt sich immer noch so an als hätte ich Kopfhörer auf, es gibt keine Projekte, keine Aufgabe für mich... Wie rette ich mich durch die Tage? Kein Wunder dass ich Drogen nehme.... Ich weiß nicht, was ich als nächstes tun sollte... Musik hören? Ein buntes Rad schlagen?
Wir brauchen Lob, damit wir uns überhaupt motivieren .... es ist so einfach...
DXM und G.R.a.s. lassen mich die selben fragen über mein weiches butterleben stellen wie sie meine eltern sich stellen...es ist schwarz-sinnvoll, diesen Gedanken nach unten zu folgen... immerhin ist das hier eine4 Exkursion... mit ganz viel Raum... und ganz kühl und steril,,,, keine Ahnung, ich bin halt genau der langweilige Junge mit dem Baumhaus aus Papier....
Ich befinde mich in einem extrem weichen, grellen, kribbeligen Unfall...
TEIL 2, eine Woche später.
Ich werde niemals richtig euphorisch sein oder?
Viel zu gelangweilt mit meinem kleinen Glück,
liebe ich es mich zu wiederholen
wie weiße Tauben und Parkbänke sich wiederholen.
Anhedonie.
Ich werde niemals richtig euphorisch sein oder?
Erst blüht man, dann verwelkt man, so einfach ist das.
Aber wer bist du, wenn du aufhörst, etwas für Andere zu tun?
Eingesperrt in diesen dürren Worten will ich kein Sänger sein.
Ich hau ab!
Ich werde niemals richtig euphorisch sein oder?
Singen macht keinen Sinn für mich,
wenn es mir so schwer fällt wie momentan.
Wenn mich ein Song nicht mitreißt, gehört er nicht zu mir.
Also mach fort!
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24 Oktober 2015
18 September 2015
18.9. - Das Ich ist nur ein Taxi
(1)
Es scheint mir, als wühlte ich mich fieberhaft in den endgültigen Aspekten des allgemeinen Daseins, um mich mit meinem persönlichen nicht zu befassen. Der Sturz in die Leere der Welt erscheint als Flucht - und es ist auch eine Flucht. (An Stelle dieses eingeklammerten Satzes bitte die Vorstellung an einen passenden Refrain für diesen Text.)
Um sich aus dem vorbestimmten Schicksal zu stürzen, muss man einige bestimmende Einflüsse loswerden, und wenn es das Selbstgefühl ist. In dieser Leere bist du wieder zu allem fähig. Hier siehst du, dass dein Ich nur ein Werkzeug war, um dich auf Kurs einer fertigen Welt zu halten, die du einfach nicht willst. (An Stelle dieses eingeklammerten Satzes bitte wieder die Vorstellung an einen passenden Refrain.)
Die Distanz zwischen dir und der Außenwelt vergrößernd, indem du dich vollkommen nach innenkehrst, mischst du die Karten deines Lebens neu, diesmal mit dem As einer Erinnerung im Ärmel. Ich stehe in meiner Blüte und kann das Programm, das mich bis hierher gebracht hat, abschalten. (An Stelle dieses eingeklammerten Satzes bitte die Vorstellung an ein Instrumental mit anschließender Bridge.)
Das Ich war nur das Taxi, das dich auf diesen Abweg gebracht hat. Sind deine Instinkte reif genug, dich aus dem Taxi herauszutrauen? Mit der Bejahung dieser Frage beschäftigt, kann ich dich erstmal in die Nacht schicken. (An Stelle dieses eingeklammerten Satzes bitte die Vorstellung an einen passenden Refrain für diesen Text.)
(2)
"Übertreibe, übertreibe!", ist alles was ich schreibe.
Je schwächer das Ego, desto mehr nimmst du die Welt wie in deinen Träumen wahr. Die somnische Hypnose kurbelt das Selbst runter, wie die Androhung der Waffe des Polizisten für die Herunterkurbelung der getönten Fensterscheibe und die Übergabe sämtlicher Papiere an die Traumbehörde zuständig ist. Je schwächer das Ego, desto mehr nimmst du die Welt wie in deinen Träumen wahr.
Vermutlich haben die mittelmäßigen, grammatikalisch schiefen, faktisch inkorrekten, krummen Sätze mehr mit mir Gemeintun als solche besten Sätze wie diesen hier.
Hätte ich noch zu etwas Bezug, würde ich lauthals vom Stuhl fallen.
Ein befreites Ich hat nur noch zwischen den Sätzen Platz, zwischen allen Sätzen.
Wenn du mich jetzt nicht umarmen willst, hast du vielleicht diesen Satz verstanden, aber noch lange nicht die Leere, den Bruch, den Alptraum, für den ich zuständig bin, sobald mich jemand abnickt.
Solange wir unsere Realität nicht unserem Selbstentfremdungserleben angleichen, werden wir die glücklichen Blabla-Prediger in der Großen Maschine bleiben können.
Hiermit spreche ich mich deutlich für den Missbrauch von Dextromethorphan aus. Ich wäre gern Mitglied der Sturmabteilung einer Pro-Dextromethorphan-Bewegung.
Es scheint mir, als wühlte ich mich fieberhaft in den endgültigen Aspekten des allgemeinen Daseins, um mich mit meinem persönlichen nicht zu befassen. Der Sturz in die Leere der Welt erscheint als Flucht - und es ist auch eine Flucht. (An Stelle dieses eingeklammerten Satzes bitte die Vorstellung an einen passenden Refrain für diesen Text.)
Um sich aus dem vorbestimmten Schicksal zu stürzen, muss man einige bestimmende Einflüsse loswerden, und wenn es das Selbstgefühl ist. In dieser Leere bist du wieder zu allem fähig. Hier siehst du, dass dein Ich nur ein Werkzeug war, um dich auf Kurs einer fertigen Welt zu halten, die du einfach nicht willst. (An Stelle dieses eingeklammerten Satzes bitte wieder die Vorstellung an einen passenden Refrain.)
Die Distanz zwischen dir und der Außenwelt vergrößernd, indem du dich vollkommen nach innenkehrst, mischst du die Karten deines Lebens neu, diesmal mit dem As einer Erinnerung im Ärmel. Ich stehe in meiner Blüte und kann das Programm, das mich bis hierher gebracht hat, abschalten. (An Stelle dieses eingeklammerten Satzes bitte die Vorstellung an ein Instrumental mit anschließender Bridge.)
Das Ich war nur das Taxi, das dich auf diesen Abweg gebracht hat. Sind deine Instinkte reif genug, dich aus dem Taxi herauszutrauen? Mit der Bejahung dieser Frage beschäftigt, kann ich dich erstmal in die Nacht schicken. (An Stelle dieses eingeklammerten Satzes bitte die Vorstellung an einen passenden Refrain für diesen Text.)
(2)
"Übertreibe, übertreibe!", ist alles was ich schreibe.
Je schwächer das Ego, desto mehr nimmst du die Welt wie in deinen Träumen wahr. Die somnische Hypnose kurbelt das Selbst runter, wie die Androhung der Waffe des Polizisten für die Herunterkurbelung der getönten Fensterscheibe und die Übergabe sämtlicher Papiere an die Traumbehörde zuständig ist. Je schwächer das Ego, desto mehr nimmst du die Welt wie in deinen Träumen wahr.
Vermutlich haben die mittelmäßigen, grammatikalisch schiefen, faktisch inkorrekten, krummen Sätze mehr mit mir Gemeintun als solche besten Sätze wie diesen hier.
Hätte ich noch zu etwas Bezug, würde ich lauthals vom Stuhl fallen.
Ein befreites Ich hat nur noch zwischen den Sätzen Platz, zwischen allen Sätzen.
Wenn du mich jetzt nicht umarmen willst, hast du vielleicht diesen Satz verstanden, aber noch lange nicht die Leere, den Bruch, den Alptraum, für den ich zuständig bin, sobald mich jemand abnickt.
Solange wir unsere Realität nicht unserem Selbstentfremdungserleben angleichen, werden wir die glücklichen Blabla-Prediger in der Großen Maschine bleiben können.
Hiermit spreche ich mich deutlich für den Missbrauch von Dextromethorphan aus. Ich wäre gern Mitglied der Sturmabteilung einer Pro-Dextromethorphan-Bewegung.
09 September 2015
9.9. - Am Rand der Angst
Musik schaufelt.
Mit diesem Gedanken komme ich aus der Küche und behaupte mich dieser Welt gegenüber. Was hält uns auf, einfach auf dem Boden zu kriechen? An dieser Antwort knirschen wir die Realität in die Welt wie unsere Zähne. Ich nähe mit Worten einen fliegenden Teppich. Warum bleiben wir nicht alle mal ein bisschen stehen? Hier unten, auf der unendlichen Kellerparty der Dissoziation, haben wir Einiges gemeinsam, mehr noch als ohnehin schon: wir müssen näher heranrücken, um das Chaos zu mehren, um so schließlich die Möglichkeitspalette für den ganzen Kontinent zu erweitern. Was kann man von der Wirklichkeit sehen, wenn man sich mit Anderen wirklich verbindet? Ich bin untrennbar mit der Welt und ihren Ereignissen verbunden, die Verantwortung die ich für mein Leben habe, ist die gleiche die ich für den ganzen Planeten habe. Ich bin in der Welt und hinterlasse permanent Wirkungen, stabil getragen von Musik, die mehr mit meinem Gesicht zu tun hat als mein Körper. Wir arbeiten alle an einem abstrakten Gesicht. Wir sind fröhliche Energie. Das hier ist das Essenzielle, die Bewegung, das Leben. Du weißt genau, was du bist: ein Körper. Was soll der Körper machen? Der DXM-Rausch drückt an diese Frage, er konzentriert auf die Unmöglichkeit diese Frage zu beantworten. Sind die Dinge die passieren, gut oder schlecht für mich? Weil ich nur meine Wahrnehmung bin, ist alles gut für mich, was meine Wahrnehmung erweitert und verändert. Meine Weigerung, mich als feste Person, als festes Schicksal zu denken, stützt sich auf all meine Empfindungen, lediglich das Ideal eines festen Ichs sitzt mir noch auf den Nerven, es suggeriert mir einen Verlust, den es nie gegeben hat, weil es nie gab, was hätte verloren gehen können: ich bin die Marionette meiner Gedanken, Empfindungen und Träume, ich bin der Sklave meiner Möglichkeiten, ausgepeitscht von Unmöglichkeit und der Sinn des Lebens ist es, Spaß zu haben und Spaß zu verbreiten: der Körper ist ein Spielzeug, mit dem die Seele Spaß haben muss, um sich zu erweitern und wenn die Seele größer wird, wird auch der Spaß größer.
Ich spüre, dass ich nur bei mir ankommen kann, wenn ich in panische Todesangst fliehe. Anders komm ich nicht in meine Substanz. Ich muss alle möglichen Konsequenzen aus meiner Unfähigkeit ziehen zu wissen, was mein Herz alles noch mitmachen kann.
Eingesperrt in Tätigkeitslosigkeit bleibt dem Menschen nur, das Vertrauen in sich zu verlieren und seine Existenz mit Dextrometorphan aufzuknacken. Am Ende der Sackgasse ist der Tod kein Einwand mehr.
Die Panik entkleiden, indem man sich bewusst macht, dass Gefühle wie Zuversicht und Heiterkeit völlig unangebracht sind. Die Tatsache, dass es nicht feststeht, ob das Leben schön oder nicht schön ist, ist die Klippe, an der ich zittere.
Ich darf das, was ich eben geschrieben habe, nicht lesen.
Ich habe noch nie so eine ernste Droge genommen und glaube, ich war schonmal hier. Häufiger als ich die Droge genommen habe.
Indem ein fröhliches warmes sonniges Lied langsamer und halliger und kälter wird, verzieht es sein Gesicht, eine düstere, böse Fratze wird deutlich, die eine kaltherzige Reaktion auf das glühende Elend in meinen Eingeweiden ist. Die Leere, die das im DXM-Rausch abhanden gekommene Ich hinterlässt, macht es möglich, dass die Musik körperlicher wirkt, ein düsteres Streicheln ohne Anfang und Ende. Ich will nicht genießen, dass ich nicht weiß, ob ich gleich sterbe. Ist die Tatsache, dass gleich alles vorbei ist, etwas fröhliches? Sehe ich meinen Zusammenbruch ankommen? Kann ich ihn herauf- und herabbeschwören?
In mir erwacht ein heftig zitterndes Bedürfnis nach etwas, das ich mir nicht richtig bewusst machen kann, ich kann nicht in die Zukunft sehen und mich auf keine Vergangenheit verlassen, soll ich mich meinem Körper ergeben?
Womit wir uns umgeben, bestimmt unsere Wirklichkeit! Deshalb lebt Mandy vom Roten Berg in einer anderen Welt, weil sie andere Musik hört und andere Gedanken denkt. Ästhetik ist der Versuch, Menschen unterschiedlicher Welten zusammenzubringen.
Wenn wir das Leben als Substanz begreifen, sind wir näher an uns dran.
Deine Zukunft ist dazu da, dich nicht im Unverständnis deiner Gegenwart zu verlieren. Die Abwesenheit von Schmerz ist der Himmel, unter dem alles möglich sein will. Dass sich Lieder in der Playlist wiederholen ist wichtig... Die Wiederholung lässt die Essenz der Musik in jede Faser steigen. Bei der Formulierung des Satzes habe ich gemerkt, dass man nur ein Meister sein kann, wenn man eine dilettantische Distanz zu seinem Fach hat. Auf den Möglichkeiten, die das Reibeisen dieser Überlegung hat, herumkauen, heißt, zu verstehen, wohin die Reise mit meinem angespannten Gesicht gehen kann.
Was kann die Menschheit mit meinem Körper anfangen? Warum verliebt sich nicht jeder in mich? Ich stehe mit einem Bein auf der vibrierenden Weltbühne vor einem rauschenden Wasserfall. Die Sinne nehmen wahr - aber was machst du damit? Willst du dich grundlegend verändern? Oder willst du so bleiben wie du bist? Das ist die grundlegende Frage, die sich wie eine Fahne dem Sonnenaufgang entgegenstreckt. Hiermit habe ich eine Parallelwelt aufgemacht. Kann es sein, dass ich schon eine Bedeutung habe? Die Gefahren der Droge kann ich nicht ernst nehmen, sie sind gar nicht da.
Das Interessante am Rausch ist immer, dass man die Kontrolle abgibt. Man lässt sich von etwas Anderem tragen. Etwas das elektrisch blumig plusternd im Fleisch zittert und Impulse a bgibt aus einemk saftigen Fleiscch Die Rechtschreibefehler sind großartigst. Sie entstprechen dieser wunderschönen Unordnung.
Mögliche Aufgabe der Kunst: sie soll den Menschen helfen, sich bestimmte Sachen zu entwöhnen.Vielleicht wird man mich gut verkaufen können als Indiana Jones der in den Katakomben der Depersonalisation.nach Frühstücks-Aufstrich sucht. Das ganze böse-rot mit hartem Schleim umrandet und frech an die Wand geklebt: "ICH BIN AUF DEM WEG!" - Ja, der Wahnsinn ist ein überraschend entspannter, fröhlicher Weggefährte. Warum machen wir es uns nicht einfach mal schön? Diese Frage muss sich die Menschheit zu einem melancholischen Lied im Hustenstiller/Cannabis-Rausch stellen. Und genau das ist meine Aufgabe: die Menschen dazu zu bringen, Grenzen zu überschreiten.
Man kann die Welt nur verändern, wenn man die Menschen verändert. Deshalb muss es solche Sätze geben. -> Sofort an die FAZ schicken!!! Selbsterkenntnis bringt alles zum Taumeln. Entspanntes sanftes Glücksgefühl im Zwischenraum. Ich stecke gerade in der Grundlage dessen, womit ich mich mein Leben lang beschäftigen werde: deswegen kribbelt es so...
Kunst liefert einen Maßstab für Wahrheit, indem sie sich einem Gefühl entgegenhält. Sie ist das virtuelle Geländer unserer Gefühle.
Mit diesem Gedanken komme ich aus der Küche und behaupte mich dieser Welt gegenüber. Was hält uns auf, einfach auf dem Boden zu kriechen? An dieser Antwort knirschen wir die Realität in die Welt wie unsere Zähne. Ich nähe mit Worten einen fliegenden Teppich. Warum bleiben wir nicht alle mal ein bisschen stehen? Hier unten, auf der unendlichen Kellerparty der Dissoziation, haben wir Einiges gemeinsam, mehr noch als ohnehin schon: wir müssen näher heranrücken, um das Chaos zu mehren, um so schließlich die Möglichkeitspalette für den ganzen Kontinent zu erweitern. Was kann man von der Wirklichkeit sehen, wenn man sich mit Anderen wirklich verbindet? Ich bin untrennbar mit der Welt und ihren Ereignissen verbunden, die Verantwortung die ich für mein Leben habe, ist die gleiche die ich für den ganzen Planeten habe. Ich bin in der Welt und hinterlasse permanent Wirkungen, stabil getragen von Musik, die mehr mit meinem Gesicht zu tun hat als mein Körper. Wir arbeiten alle an einem abstrakten Gesicht. Wir sind fröhliche Energie. Das hier ist das Essenzielle, die Bewegung, das Leben. Du weißt genau, was du bist: ein Körper. Was soll der Körper machen? Der DXM-Rausch drückt an diese Frage, er konzentriert auf die Unmöglichkeit diese Frage zu beantworten. Sind die Dinge die passieren, gut oder schlecht für mich? Weil ich nur meine Wahrnehmung bin, ist alles gut für mich, was meine Wahrnehmung erweitert und verändert. Meine Weigerung, mich als feste Person, als festes Schicksal zu denken, stützt sich auf all meine Empfindungen, lediglich das Ideal eines festen Ichs sitzt mir noch auf den Nerven, es suggeriert mir einen Verlust, den es nie gegeben hat, weil es nie gab, was hätte verloren gehen können: ich bin die Marionette meiner Gedanken, Empfindungen und Träume, ich bin der Sklave meiner Möglichkeiten, ausgepeitscht von Unmöglichkeit und der Sinn des Lebens ist es, Spaß zu haben und Spaß zu verbreiten: der Körper ist ein Spielzeug, mit dem die Seele Spaß haben muss, um sich zu erweitern und wenn die Seele größer wird, wird auch der Spaß größer.
Ich spüre, dass ich nur bei mir ankommen kann, wenn ich in panische Todesangst fliehe. Anders komm ich nicht in meine Substanz. Ich muss alle möglichen Konsequenzen aus meiner Unfähigkeit ziehen zu wissen, was mein Herz alles noch mitmachen kann.
Eingesperrt in Tätigkeitslosigkeit bleibt dem Menschen nur, das Vertrauen in sich zu verlieren und seine Existenz mit Dextrometorphan aufzuknacken. Am Ende der Sackgasse ist der Tod kein Einwand mehr.
Die Panik entkleiden, indem man sich bewusst macht, dass Gefühle wie Zuversicht und Heiterkeit völlig unangebracht sind. Die Tatsache, dass es nicht feststeht, ob das Leben schön oder nicht schön ist, ist die Klippe, an der ich zittere.
Ich darf das, was ich eben geschrieben habe, nicht lesen.
Ich habe noch nie so eine ernste Droge genommen und glaube, ich war schonmal hier. Häufiger als ich die Droge genommen habe.
Indem ein fröhliches warmes sonniges Lied langsamer und halliger und kälter wird, verzieht es sein Gesicht, eine düstere, böse Fratze wird deutlich, die eine kaltherzige Reaktion auf das glühende Elend in meinen Eingeweiden ist. Die Leere, die das im DXM-Rausch abhanden gekommene Ich hinterlässt, macht es möglich, dass die Musik körperlicher wirkt, ein düsteres Streicheln ohne Anfang und Ende. Ich will nicht genießen, dass ich nicht weiß, ob ich gleich sterbe. Ist die Tatsache, dass gleich alles vorbei ist, etwas fröhliches? Sehe ich meinen Zusammenbruch ankommen? Kann ich ihn herauf- und herabbeschwören?
In mir erwacht ein heftig zitterndes Bedürfnis nach etwas, das ich mir nicht richtig bewusst machen kann, ich kann nicht in die Zukunft sehen und mich auf keine Vergangenheit verlassen, soll ich mich meinem Körper ergeben?
Womit wir uns umgeben, bestimmt unsere Wirklichkeit! Deshalb lebt Mandy vom Roten Berg in einer anderen Welt, weil sie andere Musik hört und andere Gedanken denkt. Ästhetik ist der Versuch, Menschen unterschiedlicher Welten zusammenzubringen.
Wenn wir das Leben als Substanz begreifen, sind wir näher an uns dran.
Deine Zukunft ist dazu da, dich nicht im Unverständnis deiner Gegenwart zu verlieren. Die Abwesenheit von Schmerz ist der Himmel, unter dem alles möglich sein will. Dass sich Lieder in der Playlist wiederholen ist wichtig... Die Wiederholung lässt die Essenz der Musik in jede Faser steigen. Bei der Formulierung des Satzes habe ich gemerkt, dass man nur ein Meister sein kann, wenn man eine dilettantische Distanz zu seinem Fach hat. Auf den Möglichkeiten, die das Reibeisen dieser Überlegung hat, herumkauen, heißt, zu verstehen, wohin die Reise mit meinem angespannten Gesicht gehen kann.
Was kann die Menschheit mit meinem Körper anfangen? Warum verliebt sich nicht jeder in mich? Ich stehe mit einem Bein auf der vibrierenden Weltbühne vor einem rauschenden Wasserfall. Die Sinne nehmen wahr - aber was machst du damit? Willst du dich grundlegend verändern? Oder willst du so bleiben wie du bist? Das ist die grundlegende Frage, die sich wie eine Fahne dem Sonnenaufgang entgegenstreckt. Hiermit habe ich eine Parallelwelt aufgemacht. Kann es sein, dass ich schon eine Bedeutung habe? Die Gefahren der Droge kann ich nicht ernst nehmen, sie sind gar nicht da.
Das Interessante am Rausch ist immer, dass man die Kontrolle abgibt. Man lässt sich von etwas Anderem tragen. Etwas das elektrisch blumig plusternd im Fleisch zittert und Impulse a bgibt aus einemk saftigen Fleiscch Die Rechtschreibefehler sind großartigst. Sie entstprechen dieser wunderschönen Unordnung.
Mögliche Aufgabe der Kunst: sie soll den Menschen helfen, sich bestimmte Sachen zu entwöhnen.Vielleicht wird man mich gut verkaufen können als Indiana Jones der in den Katakomben der Depersonalisation.nach Frühstücks-Aufstrich sucht. Das ganze böse-rot mit hartem Schleim umrandet und frech an die Wand geklebt: "ICH BIN AUF DEM WEG!" - Ja, der Wahnsinn ist ein überraschend entspannter, fröhlicher Weggefährte. Warum machen wir es uns nicht einfach mal schön? Diese Frage muss sich die Menschheit zu einem melancholischen Lied im Hustenstiller/Cannabis-Rausch stellen. Und genau das ist meine Aufgabe: die Menschen dazu zu bringen, Grenzen zu überschreiten.
Man kann die Welt nur verändern, wenn man die Menschen verändert. Deshalb muss es solche Sätze geben. -> Sofort an die FAZ schicken!!! Selbsterkenntnis bringt alles zum Taumeln. Entspanntes sanftes Glücksgefühl im Zwischenraum. Ich stecke gerade in der Grundlage dessen, womit ich mich mein Leben lang beschäftigen werde: deswegen kribbelt es so...
Kunst liefert einen Maßstab für Wahrheit, indem sie sich einem Gefühl entgegenhält. Sie ist das virtuelle Geländer unserer Gefühle.
Ich bin ein Funken der überspringen will...Kann sein, dass das schonmal formuliert wurde... im Bett liegend... ausgestreckt über die letzten 10 Jahre ...
07 September 2015
7.9. DXM (diesmal fröhlich)
Fröhliche Musik kann dich nicht beruhigen,
denn auch zu fröhlicher Musik kannst du sterben.
Alle deine Hoffnungen sind nicht angebracht,
nichts von dem was du dir vornimmst, wird sich erfüllen,
aber bist du da so verschieden von Anderen?
Vergleiche dich mit Anderen!
Es ist nicht klar, was sie für eine Bedeutung für dich haben.
Deshalb ist die Angst vor Ihnen angebracht.
Du bist eine Maschine und kannst nicht auf alle Sentimentalitäten Rücksicht nehmen.
Ohne Ich könnte sich der Körper rächen für die Jahre lange Erniedrigung.
Es gibt keinen Gott - also darf es kein Ich geben.
Niemand ruft mich.
Der Text kann nur verstanden werden, wenn man sich von Musik verprügelt fühlt.
Im DXM-Rausch erfährt man, dass es an die Substanz geht, wenn man die Dinge ernst nimmt.
Etwas muss sich aus der Tatsache ergeben, dass ich existiere.
Was soll folgen?
Was soll jetzt folgen?
Vermutlich fährt der Zug nicht nur in eine Richtung.
Solang ich kommunizieren kann, will ich jedes Übel auf mich nehmen.
Mein Gehirn kann die Struktur des Liedes als Wirklichkeit annehmen.
Während man aufwächst, richtet man sich in einer Wirklichkeit ein wie als krabbelte man auf ein gemütliches Hochbett am Ende eines verwirrenden, zerfließenden Tages ohne Struktur. Gebunden an Gesichter und Gerüche und Musik und einer warmen, vibrierenden Lust steuern wir in einen Zustand, den wir als Ich definieren. Gerade wird mir seltsam schlecht flach im Magen, eine zitternde Flachheit, die ganz entspannt und freundlich mein Wesen durchdringt. Die Lust langsam und entspant mit den Zähnen zu knirschen, die weich und warm und fecht sind. Ich habe einen eigenen Rythmus, den ich der Musik entgegenwippe.
Es könnte ja jetzt jemand die Kontroleübernehmen, aber das Gras entsetzt erstmal alle, sie setzen sich erstmal alle auf eine klebrige Folie und sind gerührt davon, das überhaupt etwas passiert, gerührt darüber, dass überhaupt etwas existiert, wie ein Behinderter, der sich irgendwie freut, dass er existiert? oder ist da gar keine Euphorie? Was ein Rausch definbiert ist die Frage, was den Rausch definiert? Das Dröhnen, das fette organische Atmen, Tom Waits hat die Kontrolle über meine Bewegungen, ich binj genau der Kerl, Tom Waits, oder nein,.... entspannen...Wo bin ich gerade taumelnd drübergestolpert? Mein Gehirn pumpt ganz feierlich, fett, bärtig, wie während einer Werbeeinblende. Die Musik kitzelt euphorisch durch den Kopf, während ich auf und ab mich bewege, total in der Gegenwart, irgendwie erwarte ich die Ohrfeige des Vatzers mit Brille, es gab einen Vater mit Brille und einen ohne... Ich bin da auf etwas gestoßen... Das ist ja sonderbar. Ich denke, dass es so ist. Also ist es so oider? Genau so real wie die Buchytaben auf der Tastatur... Was haben wir denn jetzt? Wie funktuioniert das? Ich konstruiere die Wirklichkeit an meiner Schreibm,aschine, also meiner Tastatur, ich erzähle mir die Wierklichkeit. Ich freue mich dass ich das alles hi8er ychreiben kann-. Ich gestalte die Wirklichkeit, alles was ich tun will, kann ich tun, der Traum ist die wirkliche Realität.. das ist es, dahin drängt mich No Reply At All, ich soll hinschuaen, da hin!!! Der Traum ist genau so real. Oder? Alles ist real? DDu brauchst nicht weitermachen... Du kannst aufhören... Hast du es verstanden? Jaa? Du kannst aufhören... Hör doch einfach auf. Hör auf das zu tun, was du bisher tust. Du bist in dieser Rolle drin. Du eilst irgendwo hin... ja wohin? Du bist total erhoben, total berauscht... Das Lied wahr so gut, du bist an der absoluten Spitze, du schie0ßt gerade aus., dein Kinn ist angenehm durchblutet, das Fenster ist offen, totale Euihphorie, sowas schönes, das ist das Ruhekissen des Lebensd. Und wohin? Es ist egal? Absolut egal. Belib einfach hier... ;:-)Ich sitze in dem entspannten Gefühl meines Gesiuchts. Das ist die Wahrheit, die mit einem Porsche angerast kommt aus einber Werbung aus den 80ern.
Ich unterlasse es einfach sozu schreiben wie ich bisher geschrievben habe. Man kann den Körper auch noch ganz anders benutzen-.... das ist die Ausage... Man kann sich kaum halten... Es ist eine sanfte Euphorie, schwingend wie Sledgehammer... Wenn du jetzt beim Lesen verdrießt, dann sitzt du wieder nur in der Patsche... verytehxst du? Wenn du diesen Text bewertest, bist du wieder in der Patsche. Das ist der Zugang, dieses bücherne Metall oder metallene Buch, es ist der Schlü+ssel... Ic h tu nicht nur sop, es geht hier um was echt Wirkliches, ich bin nicht nur ein schriftsteller der was schreibt... ich bin was anderes... ich bin was anderes... ja aber was bin ich denn?? die luft zieht sich zusammen, dass Lied geht ängstlich auf abstand... warum ... ja... so jetzt ist e4s nämlich raus... Irgen dwas ist grad passiert... ich bin an irgendwas gedrückt... ich identifiziere mich sehr gut mit der tastatur... ich bin diese tastatur die ich bediene, ich bin die tastaturt die ich bediene, das alles hier bhin ich, schreibe ich, während ich "sledgehammer" herausgetragen werde, das lied mit schnurrbart wird rausgetragen... ich werde rausgetragen...
Was ist gerade passiert? Ich habe etwas abgespeichert als "Durchbruch"... Das muss da hinten sein. Das alte Ich meldet sich zurück und zweifelt... Ich grinse wie Thomas und verliere mich immer mehr in der Welt, in der ich schreibe. Ja, ich bhabtte gerade den Halt verloren, nein ich hatte den Halt gehabt, ich bin augf dem richtigen weg, ich muss mein Ich an die Tastatur anpassen, ich muss die Struktur meiner Wirklichkeit an die Tasten anpassen. Ich kann auch anders mit der luftigen Maschine umgehen, willst du dass ich falle? Ich könnte aufhören... da war ich stehengebleibene... ich weiß nicht mehr worum es geht, es muss weitergehen oder? muss es weitergehen? kann ich mich ins hier und jetzt vertiefgen? muss die musik fragen was möglich ist. schreibe unglaublich korrekt dabei kommt es mir vor als würde ich nun was wollte ich schreiben ... ich haben wörter die ich benutzen will... da das hier... ich benutze wörter auf einem rythmus,... ich stolpere und mir wird schwindlich, wenn ich nicht an worten hänge oder an oben und unten.... oder ich bewege mich einfach nur ich bewege mich und die bewegung hat keinen sdinn ich bewege michuz ich schreibe ich bewege mich ich schreibe ich bewege mich ich schreibe ich bewegemich ich schreibe ich bewegemich ich schreiube ich bewegemich ... mich ich bewege mich.... (geschreiben zum finale von steam von peter gabriel... wie auf einer werkbank, verschüttetesd gras, elfenbeinturm, i cant dance... egall.. alte phrase... ich bin bereit das zu sein was mir gesagt wird. ich biun nur wahrnehmung von dingen, die passieren. oh gott.. was heißt das? ich muss ide mUisk ändern, i cant dance rappt mir in die parade und ich möchte mich gehen lassen und schmelzen und ich weiß dass ich fest zu mir gehöre deshalb schreibe ich das alles für mich auf denn es gibt nichts was ich sionst mit der existenz anfangen kann als zu dokumentieren dass es mich gibt. ich bin etwas, das ins universum schaut... und was ich jetzt damit mache, ist wessen frage? wessen aufgabe? das ist das ganze dilemma... zumindest auf dieser ebene.... ich glaube, ich schreie wie eine gelbe fahne schräg in den holzwind mein repetatives i cant dance und mein ganzes gesicht wird vom straßenlärm nach hintengezogen in elektrischen welllen die vom bein aus kommen. es ist ganz einfach zu friday im in love. das gefühl, kopfhörer aufzuhaben und nicht zu hören, was ringsherum besprochen wird. mitten auf dem markt. ein schöner freundlicher sonntagshimmelblauer markt. auf dem boden angekommmen, entspannung. wollte ich nicht das lied wechsen? iuch mag total, wie der rausch mich im grriff hat. wie er mich erhebt. wie er mich frei atmen lässt, mich aufrecht sitzen lässt, alles ist eine schöne geordnete welt, ein setzkasten, bestehend aus buchstaben, aus tastatur. alles besteht aus tastatur. der bart des präsidenten besteht aus tastatur und ich merke nicht wirkliczh wie ich ich leertaste drücke beiukm schreiben, wenn ich schreibe, nehme ich wahr, dass ich schreibe, aber vielleicht geht das in eine andere richtung. vielleicht erzäähle ichz hier in diesem Zustand nur, wie ich den Raum bewerte, den dieses leere Blatt bedeutet, das ich im Zeitraffer zuhänge mit Buchstaben., ich hab einen Z-Kopf und boys dont cry. Ich knirsche mit den Zähnen, taste auf die Tasten und bin eingebunden. Warm eingebunden in irgendwas. Worin bin ich eingebunden? nZumindest... na? ja? Zumindest woran bin ich gebunden? Was soll ich tun? Es gibt hier nichts für mich zu tun... außer wahrnehmen....
Wie soll ich sein? Welche Eigenschaften soll ich hbane? Der ganze Satz ist ein löchriger Schwamm, der sich gut anfühlt. Nein, es ist nur die Tastatur, die sich so anfühlt - oder ich sage das einfach nur so, um etwas zu sagen von dem, ws ich gerade tue. Hofffentlich hab ich das abgespeichert, weil es ist total wichtig. Die Tastatur ist nur ein Mittel, mich zu erhalten. Ich bin die Tastatur, ich kommuniziere mit mir selbst. Die Tastatur ist mit allem VerbundenwasIchsagenkann, solbst wenn es so eine schmierige Seife ist wie hier... Ic h bin jetzt nicht gebunden an mein Ich, ich kann freidrehen, ich taumeln, ich verliere die Grammatik, hier sieht die Welt anders aus, oder? Ja, ganz gewiss. Bringt Euch das was? Was soll ich jetzt machen? Jaaaa!!!! Das ist die Frage... Was mache ich jetzt? Ich bin total befreit und klar.... Ich bin einfach ein Mensch, ein Ding der Möglichkeit. Was fangt ihr mit mir an? Welche Funktion habe ich im Großen und Gnazen? Keine... Deshalb liest mich niemand....ich bin ein Niemand..... ich weiß nicht, was ich noch schreiben soll... ich bin einfach nur ein niemand, der herumwohnt und irfgendwann stirbt...so wie jeder andere auch... es gibt nichts mehr zu erzählen.... i turn my face to the highway... ...
Ich glaube das ist der schönste Zustand bisher. 12 Hustenstiller, ein bisschen Gras, ein offenes Fenster, ein sonniger Tag, schöne freundliche Wolken, die Welt funktioniert auf ihre komishce Weise, es passiert einfach irgendwas.... und gerade jetzt ist es richtig so ... also man kann sagen: ja, hier kannst du bleiben, jetzt kannst du es sein lassen, zu schreiben, zu arbeiten, irgendetwas zu tun.... Du bist an deinem Ende. Glückwunsch.
Am Grund der Droge erkennst du nur, dass du dich fragst, welchen Gehirnzustand man als die Realität anerkennen soll. Die Musik scheint das Urteil zu beeinflussen. Ich spüre, dass echte Hände die Musikinstzrumente bedienen. Nein, ich tu so, als würde ich das spü+ren. Und mache es damit erst real. Dieser Satz ist glänzendes Parkett. Das kann man so sagen. Das Gehirn muss es sich nur so zurechtbasteln. Kunst ist demnach ein Mittel, um zwischen beiden Welten zu kommunizieren. Verstehst du? Diese Realität, in der du das liest, ist nicht die einzige wirkliche. Das sage ich wie das grasige Gefühl, das in meinem Kopf lieb und geduldig knistert wie die Flüchtlinge, die endlich zu uns kommen können. Sie kommen endlich zu uns, sie haben überlebt und landen gesund und sicher bei uns. Ich bewege mich wie ein Fisch in weinroterm Kortanzug an einem Hotelfenster auf und ab und tippe etwas in die Textdatei, damit ich bewertet werde. Alles was wir tun machen wir, um Dinge zu bewerten und bewertet zuu werden. Ich werde dazu beitragen, dass man die Wirklichkeit erkennt, nein anders, indem ich mir die Wirklichekit erkläre mit meinen Texten, erkläre ich sie mir, mir allein, so macht es jeder Mensch auch und deshalb glaube ich einen Buchvertrag verdient zu haben hier sehnsuchtsvoll schwelgend in langsamen Wogen der Euphorie zum Ende von Cinema Show von Genesis, total benommen und trotzdem etwas erfassend. Man sieht vermutlich nur, was man sehen will. Ich führe nat+rliche Bewegungen zur Musik aus, die einzig wahre Art zu7 sein. Etwas trägt mich, das mehr ist als mein Wille, etwas weiches, ambivalentes, asexuelles, ein warmer, rhythmischer, euphorisch leerer Zustand. Sanfte Unordnung, wie ein leichtes Windchen im Raum. So viel Energie und Entspannung wie im Traum. - Ich stehe kurz vor meiner Berufung. Bald werde ich berufen. Ich bin bereit zu empfangen. Auf dem weich-flatulierenden Zenit der von Musik getragenen Euphorie meint man, dass nur Musik existiert. Worüber denke ich gerade nach? Es gibt keinen Grund, dass ich hier bin. Die Gesellschaft sagt in ganz vielen Dingen: nein nein nein zu uns. Was habe ich hier zu suchen? Was mach ich überhaupt hier? Das ist die große Frage.... Ist es so einfach? Warum erschlägt mich die Einfachheit? Oder tut sie es gar nicht? Wo steh ich? Habe ich mich gerade nur in Worte geschraubt? Bin ich einfach die falsche Richtung gegangen? Schreiben ist wie abends der Mutter den Tag zu beichten in weichen wogenden Betten. Davon erzählenb, dass man einen Freund gefunden hat, den man liebt. Diese Liebe. Dieser Kaugummie zwischen den Zähnen. Erstmal macht es keinen Sinn, weiterzuschreiben...
Huch! Wo bin ich jetzt? Ich muss diesen abSatz fettgeschrieben in den Raum stellen, um mich hier zu behaupten. Will ich hier dazugehören? Was bleibt mir übrig? Gehöre ich hier her? Soll ich mich setzen? Irgendwas muss ich jetzt tun oder?
Heute ist der DXM-Rausch sehr freundlich, so frisch und offen und gemütlich wie das offene Fenster und der schöne malerische Tag dahinter. der Tag findet hinter dem Fenster statt, ich sitze jenseits des Tages in meiner Wohnung und tippe twas auf der Tastatur. Ich befinde mich außerhalb der Zeit oder? Oder kommt mir das nur so vor? ch weiß garnicht, woran ich mich halten soll... lieber weiter auf die Umwelt konzentrieren, ja, es gibt ja auch eine Außenwelt, also da ist eine Tastatur, meine Finger, der Fisch, das offene fenster, dann die Musik (Willow Farm, Genesis) und jetzt ein Pfiff und ein Windzug. Jetzt kommt der apokalyptische Teil des Liedes. Ich spüre wie meine Worte zu dem passen, was ich erlebe. Genauer: das was ich erlebe und das was ich schreibe, haben einen interessanten kontrast, der meine realität strukturiert. ich muss mich an ihm aufreiben. schubber schubber schubber. Am Grund der Droge erkennst du nur die Mechanismen, die die Droge an das Gehirn binden. Oder so... tut mir leid dass ich erstmal sabbern muss... es ist mir wichtig zu sagen, dass - ich schaue zurück und lasse mich nicht nerven von meinem Anhalten, es wird einfach immer verwirrender, und damit weicher, ätherischer, die Sonne verändert den Kontrast draußen, am Grund der Droge ... was ist da? wie ein Dämon im schwarzuen Mantel entblößt er sich vor dem Werbeblock, der in die haarige Suppe des Abendbrot fällt: Dort ist er, dieses haarige nervige Monster, diese Erfindung der Medien, ...Wir empfinden unter Droge einen Lebenssinn, der nach dieser Droge giert... Also Droge X macht das leben nur unter Droge X Sinn... mehr ist es auch nicht.
Ich schreibe mal schnell, mal total langsam. Ich habe keinen Schnauzbart. Ich wiederhole den Satz in Gedanken solange, bis ihr mir glaubt, dass ich etwas zu sagen habe... There is an angel standing in the sun...
Vielleicht stehe ich auch nur kurz davor, die Welt so zu verstehen wie alle anderen auch...
Vielleicht befinde ich mich seit Jahren in einer Wahnwelt, in die mich meine Schlaflosigkeit, meine Arbeitslosigkeit, meine Einsamkeit gebracht hat... Wer weiß wie bestimmte Musik oder Bücher mir die Welt verbogen haben... oder schlafe ich jetzt einfach nur ein? Oder fühlt es sich nur so an?
Vielleicht versteht man die echte Welt, oder wenigstens eine neue echte nur, wenn man sich mit jemandem unterhält, der Drogen genommen hat. Vielleicht bin ich der Schlüssel, vielleicht muss man mich endlich mal irgendwo reinstecken, sage ich ungeduldig in einem Plüschkostüm sitzend und mit dem Hinterteil wackelnd. Huhu! Ich kann nichts lustiges schreiben. Ich kann nur auf Dinge zeigen, die dich dazu bewegen ... na du weißt schon... na geh halt ... los!
Permanent das Gefühl haben, gleich zu entdecken, dass es auf nichts ankommt, weil es keine Fressfeinde mehr gibt und das Essen ohne Arbeit zu uns kommt. Nutzlose Menschen ohne Bedürfnisse. Niemand macht was mit uns. Haha... Ja. Niemand macht was mit mir. Ich arbeite nicht, ich lebe mit niemandem zusammen, ich habe keine Verpflichtungen... Ich spiele absolut keine Rolle im Großen unbd Ganzen und muss nichts weiter tun als essen, schlöafen, und so weiter. Das Leben ist ja genau das: die biologische Existenz. Wie wir diese Existenz verbringen, liegt bei wem? Wer sagt uns, wie wir mit unserer körperlichen Existenz umzugehen haben, wenn wir ganz alleine sind? Wenn wir keine Arbeit haben? Hier gibt es nichts zu tun! Wir sind Gespenster. Wir werden immer mehr... Wir drängen uns immer mehr an... Wir werden immer mehr... Nutzlose Menschen auf einem immer lebensfeindlicher werdenden Planeten. Irgendetwas wird uns überwältigen. Irgendeinem Prinzip, irgendeiner Großen Ordnung werden wir uns opfern! Wir können trotzig saufen und tanzen, der Kern bleibt hart und glühend in den Augen des Lesers ein Zwinkern. Was gibt es noch zu tun für die, die keiner gebrauchen kann für seinen Wahn? Wir sitzen in der Geschichte und wissen nicht, wohin. Wir können nichts mehr glauben, wir können uns nicht mehr artikulieren, wir mussten uns auf der letzten Pressekonferenz übergeben und das war kein Scherz! Versteht ihr, dass jetzt ein anderer Wind weht?
Ich muss endlich meine Texte ernst nehmen. Sie sind die einzigen, die mich definieren. Ich muss ein Schriftsteller werden. Ich brauche den Status, um eine Art Medium, eine Plattform zu gestalten. Ich muss halt irgendwie zeigen, dass es mich gibt. Bin ich eine Fame-Hure oder ein geniales Gespenst oder eine herunterfallende Glühbirne oder nur eine doofe Glübirne die versucht etwas zu schreiben. Ich weiß es nicht. Panik will mich ergreifen, weil ich nicht weiß, ob ich ein Versager bin. Nüchtern erkläre ich mit bleichem Gesicht den Rausch für die Beantwortung dieser Frage zuständig, im Rausch selbst bin ich nur ein Kasper mit grünem Gesicht.
Vielleicht ist mein Lebenswerk getan.
Was kann ich mir und der Welt noch aus diesem rausch ziehen - abgesehen von der violetten
Notiz: da ist noch was... da ist noch was (gelesen zu carpet crawlers )
Rede dir mal kurz folgendes ein: dein Leben ist dazu da, dass du erfolgreich wirst, hast du also die Kraft, alles nötige zu tun, um das zu erreichen? (Mit dem Satz vor dem Doppelpunkt habe ich den stickigen Raum/Saft nach dem Doppelpunkt gelüftet) Wirst du die notwendigen Dinge schreiben? Wirst du dich um Lesungen kümmern? Wirst du dafür sorgen, dass du auffällst oder nicht? Das ist die Frage, um die sich alles dreht. Die ganzen Blume-Aufzeichnungen wollen dich nur an den Anfang deiner Schriftsteller-Karriere drängen wie zu einem offenen Fenster, aber "wen interessiert's?" Diese Frage hast du dir sogar in die Küche des Hauses geschrieben, in dem du vorher gewohnt hast. Du hast dich nicht um die Konsequenzen dieser Frage geschert und dich abgelenkt mit Internet, Liebeskrams und deinem ewigen weichen rosa-schaumstoffnen Hoffen. Lass dich fallen in deine Hoffnung, hauptsache es entsteht etwas daraus!!!!!
denn auch zu fröhlicher Musik kannst du sterben.
Alle deine Hoffnungen sind nicht angebracht,
nichts von dem was du dir vornimmst, wird sich erfüllen,
aber bist du da so verschieden von Anderen?
Vergleiche dich mit Anderen!
Es ist nicht klar, was sie für eine Bedeutung für dich haben.
Deshalb ist die Angst vor Ihnen angebracht.
Du bist eine Maschine und kannst nicht auf alle Sentimentalitäten Rücksicht nehmen.
Ohne Ich könnte sich der Körper rächen für die Jahre lange Erniedrigung.
Es gibt keinen Gott - also darf es kein Ich geben.
Niemand ruft mich.
Der Text kann nur verstanden werden, wenn man sich von Musik verprügelt fühlt.
Im DXM-Rausch erfährt man, dass es an die Substanz geht, wenn man die Dinge ernst nimmt.
Etwas muss sich aus der Tatsache ergeben, dass ich existiere.
Was soll folgen?
Was soll jetzt folgen?
Vermutlich fährt der Zug nicht nur in eine Richtung.
Solang ich kommunizieren kann, will ich jedes Übel auf mich nehmen.
Mein Gehirn kann die Struktur des Liedes als Wirklichkeit annehmen.
Während man aufwächst, richtet man sich in einer Wirklichkeit ein wie als krabbelte man auf ein gemütliches Hochbett am Ende eines verwirrenden, zerfließenden Tages ohne Struktur. Gebunden an Gesichter und Gerüche und Musik und einer warmen, vibrierenden Lust steuern wir in einen Zustand, den wir als Ich definieren. Gerade wird mir seltsam schlecht flach im Magen, eine zitternde Flachheit, die ganz entspannt und freundlich mein Wesen durchdringt. Die Lust langsam und entspant mit den Zähnen zu knirschen, die weich und warm und fecht sind. Ich habe einen eigenen Rythmus, den ich der Musik entgegenwippe.
Es könnte ja jetzt jemand die Kontroleübernehmen, aber das Gras entsetzt erstmal alle, sie setzen sich erstmal alle auf eine klebrige Folie und sind gerührt davon, das überhaupt etwas passiert, gerührt darüber, dass überhaupt etwas existiert, wie ein Behinderter, der sich irgendwie freut, dass er existiert? oder ist da gar keine Euphorie? Was ein Rausch definbiert ist die Frage, was den Rausch definiert? Das Dröhnen, das fette organische Atmen, Tom Waits hat die Kontrolle über meine Bewegungen, ich binj genau der Kerl, Tom Waits, oder nein,.... entspannen...Wo bin ich gerade taumelnd drübergestolpert? Mein Gehirn pumpt ganz feierlich, fett, bärtig, wie während einer Werbeeinblende. Die Musik kitzelt euphorisch durch den Kopf, während ich auf und ab mich bewege, total in der Gegenwart, irgendwie erwarte ich die Ohrfeige des Vatzers mit Brille, es gab einen Vater mit Brille und einen ohne... Ich bin da auf etwas gestoßen... Das ist ja sonderbar. Ich denke, dass es so ist. Also ist es so oider? Genau so real wie die Buchytaben auf der Tastatur... Was haben wir denn jetzt? Wie funktuioniert das? Ich konstruiere die Wirklichkeit an meiner Schreibm,aschine, also meiner Tastatur, ich erzähle mir die Wierklichkeit. Ich freue mich dass ich das alles hi8er ychreiben kann-. Ich gestalte die Wirklichkeit, alles was ich tun will, kann ich tun, der Traum ist die wirkliche Realität.. das ist es, dahin drängt mich No Reply At All, ich soll hinschuaen, da hin!!! Der Traum ist genau so real. Oder? Alles ist real? DDu brauchst nicht weitermachen... Du kannst aufhören... Hast du es verstanden? Jaa? Du kannst aufhören... Hör doch einfach auf. Hör auf das zu tun, was du bisher tust. Du bist in dieser Rolle drin. Du eilst irgendwo hin... ja wohin? Du bist total erhoben, total berauscht... Das Lied wahr so gut, du bist an der absoluten Spitze, du schie0ßt gerade aus., dein Kinn ist angenehm durchblutet, das Fenster ist offen, totale Euihphorie, sowas schönes, das ist das Ruhekissen des Lebensd. Und wohin? Es ist egal? Absolut egal. Belib einfach hier... ;:-)Ich sitze in dem entspannten Gefühl meines Gesiuchts. Das ist die Wahrheit, die mit einem Porsche angerast kommt aus einber Werbung aus den 80ern.
Ich unterlasse es einfach sozu schreiben wie ich bisher geschrievben habe. Man kann den Körper auch noch ganz anders benutzen-.... das ist die Ausage... Man kann sich kaum halten... Es ist eine sanfte Euphorie, schwingend wie Sledgehammer... Wenn du jetzt beim Lesen verdrießt, dann sitzt du wieder nur in der Patsche... verytehxst du? Wenn du diesen Text bewertest, bist du wieder in der Patsche. Das ist der Zugang, dieses bücherne Metall oder metallene Buch, es ist der Schlü+ssel... Ic h tu nicht nur sop, es geht hier um was echt Wirkliches, ich bin nicht nur ein schriftsteller der was schreibt... ich bin was anderes... ich bin was anderes... ja aber was bin ich denn?? die luft zieht sich zusammen, dass Lied geht ängstlich auf abstand... warum ... ja... so jetzt ist e4s nämlich raus... Irgen dwas ist grad passiert... ich bin an irgendwas gedrückt... ich identifiziere mich sehr gut mit der tastatur... ich bin diese tastatur die ich bediene, ich bin die tastaturt die ich bediene, das alles hier bhin ich, schreibe ich, während ich "sledgehammer" herausgetragen werde, das lied mit schnurrbart wird rausgetragen... ich werde rausgetragen...
Was ist gerade passiert? Ich habe etwas abgespeichert als "Durchbruch"... Das muss da hinten sein. Das alte Ich meldet sich zurück und zweifelt... Ich grinse wie Thomas und verliere mich immer mehr in der Welt, in der ich schreibe. Ja, ich bhabtte gerade den Halt verloren, nein ich hatte den Halt gehabt, ich bin augf dem richtigen weg, ich muss mein Ich an die Tastatur anpassen, ich muss die Struktur meiner Wirklichkeit an die Tasten anpassen. Ich kann auch anders mit der luftigen Maschine umgehen, willst du dass ich falle? Ich könnte aufhören... da war ich stehengebleibene... ich weiß nicht mehr worum es geht, es muss weitergehen oder? muss es weitergehen? kann ich mich ins hier und jetzt vertiefgen? muss die musik fragen was möglich ist. schreibe unglaublich korrekt dabei kommt es mir vor als würde ich nun was wollte ich schreiben ... ich haben wörter die ich benutzen will... da das hier... ich benutze wörter auf einem rythmus,... ich stolpere und mir wird schwindlich, wenn ich nicht an worten hänge oder an oben und unten.... oder ich bewege mich einfach nur ich bewege mich und die bewegung hat keinen sdinn ich bewege michuz ich schreibe ich bewege mich ich schreibe ich bewege mich ich schreibe ich bewegemich ich schreibe ich bewegemich ich schreiube ich bewegemich ... mich ich bewege mich.... (geschreiben zum finale von steam von peter gabriel... wie auf einer werkbank, verschüttetesd gras, elfenbeinturm, i cant dance... egall.. alte phrase... ich bin bereit das zu sein was mir gesagt wird. ich biun nur wahrnehmung von dingen, die passieren. oh gott.. was heißt das? ich muss ide mUisk ändern, i cant dance rappt mir in die parade und ich möchte mich gehen lassen und schmelzen und ich weiß dass ich fest zu mir gehöre deshalb schreibe ich das alles für mich auf denn es gibt nichts was ich sionst mit der existenz anfangen kann als zu dokumentieren dass es mich gibt. ich bin etwas, das ins universum schaut... und was ich jetzt damit mache, ist wessen frage? wessen aufgabe? das ist das ganze dilemma... zumindest auf dieser ebene.... ich glaube, ich schreie wie eine gelbe fahne schräg in den holzwind mein repetatives i cant dance und mein ganzes gesicht wird vom straßenlärm nach hintengezogen in elektrischen welllen die vom bein aus kommen. es ist ganz einfach zu friday im in love. das gefühl, kopfhörer aufzuhaben und nicht zu hören, was ringsherum besprochen wird. mitten auf dem markt. ein schöner freundlicher sonntagshimmelblauer markt. auf dem boden angekommmen, entspannung. wollte ich nicht das lied wechsen? iuch mag total, wie der rausch mich im grriff hat. wie er mich erhebt. wie er mich frei atmen lässt, mich aufrecht sitzen lässt, alles ist eine schöne geordnete welt, ein setzkasten, bestehend aus buchstaben, aus tastatur. alles besteht aus tastatur. der bart des präsidenten besteht aus tastatur und ich merke nicht wirkliczh wie ich ich leertaste drücke beiukm schreiben, wenn ich schreibe, nehme ich wahr, dass ich schreibe, aber vielleicht geht das in eine andere richtung. vielleicht erzäähle ichz hier in diesem Zustand nur, wie ich den Raum bewerte, den dieses leere Blatt bedeutet, das ich im Zeitraffer zuhänge mit Buchstaben., ich hab einen Z-Kopf und boys dont cry. Ich knirsche mit den Zähnen, taste auf die Tasten und bin eingebunden. Warm eingebunden in irgendwas. Worin bin ich eingebunden? nZumindest... na? ja? Zumindest woran bin ich gebunden? Was soll ich tun? Es gibt hier nichts für mich zu tun... außer wahrnehmen....
Wie soll ich sein? Welche Eigenschaften soll ich hbane? Der ganze Satz ist ein löchriger Schwamm, der sich gut anfühlt. Nein, es ist nur die Tastatur, die sich so anfühlt - oder ich sage das einfach nur so, um etwas zu sagen von dem, ws ich gerade tue. Hofffentlich hab ich das abgespeichert, weil es ist total wichtig. Die Tastatur ist nur ein Mittel, mich zu erhalten. Ich bin die Tastatur, ich kommuniziere mit mir selbst. Die Tastatur ist mit allem VerbundenwasIchsagenkann, solbst wenn es so eine schmierige Seife ist wie hier... Ic h bin jetzt nicht gebunden an mein Ich, ich kann freidrehen, ich taumeln, ich verliere die Grammatik, hier sieht die Welt anders aus, oder? Ja, ganz gewiss. Bringt Euch das was? Was soll ich jetzt machen? Jaaaa!!!! Das ist die Frage... Was mache ich jetzt? Ich bin total befreit und klar.... Ich bin einfach ein Mensch, ein Ding der Möglichkeit. Was fangt ihr mit mir an? Welche Funktion habe ich im Großen und Gnazen? Keine... Deshalb liest mich niemand....ich bin ein Niemand..... ich weiß nicht, was ich noch schreiben soll... ich bin einfach nur ein niemand, der herumwohnt und irfgendwann stirbt...so wie jeder andere auch... es gibt nichts mehr zu erzählen.... i turn my face to the highway... ...
Ich glaube das ist der schönste Zustand bisher. 12 Hustenstiller, ein bisschen Gras, ein offenes Fenster, ein sonniger Tag, schöne freundliche Wolken, die Welt funktioniert auf ihre komishce Weise, es passiert einfach irgendwas.... und gerade jetzt ist es richtig so ... also man kann sagen: ja, hier kannst du bleiben, jetzt kannst du es sein lassen, zu schreiben, zu arbeiten, irgendetwas zu tun.... Du bist an deinem Ende. Glückwunsch.
Am Grund der Droge erkennst du nur, dass du dich fragst, welchen Gehirnzustand man als die Realität anerkennen soll. Die Musik scheint das Urteil zu beeinflussen. Ich spüre, dass echte Hände die Musikinstzrumente bedienen. Nein, ich tu so, als würde ich das spü+ren. Und mache es damit erst real. Dieser Satz ist glänzendes Parkett. Das kann man so sagen. Das Gehirn muss es sich nur so zurechtbasteln. Kunst ist demnach ein Mittel, um zwischen beiden Welten zu kommunizieren. Verstehst du? Diese Realität, in der du das liest, ist nicht die einzige wirkliche. Das sage ich wie das grasige Gefühl, das in meinem Kopf lieb und geduldig knistert wie die Flüchtlinge, die endlich zu uns kommen können. Sie kommen endlich zu uns, sie haben überlebt und landen gesund und sicher bei uns. Ich bewege mich wie ein Fisch in weinroterm Kortanzug an einem Hotelfenster auf und ab und tippe etwas in die Textdatei, damit ich bewertet werde. Alles was wir tun machen wir, um Dinge zu bewerten und bewertet zuu werden. Ich werde dazu beitragen, dass man die Wirklichkeit erkennt, nein anders, indem ich mir die Wirklichekit erkläre mit meinen Texten, erkläre ich sie mir, mir allein, so macht es jeder Mensch auch und deshalb glaube ich einen Buchvertrag verdient zu haben hier sehnsuchtsvoll schwelgend in langsamen Wogen der Euphorie zum Ende von Cinema Show von Genesis, total benommen und trotzdem etwas erfassend. Man sieht vermutlich nur, was man sehen will. Ich führe nat+rliche Bewegungen zur Musik aus, die einzig wahre Art zu7 sein. Etwas trägt mich, das mehr ist als mein Wille, etwas weiches, ambivalentes, asexuelles, ein warmer, rhythmischer, euphorisch leerer Zustand. Sanfte Unordnung, wie ein leichtes Windchen im Raum. So viel Energie und Entspannung wie im Traum. - Ich stehe kurz vor meiner Berufung. Bald werde ich berufen. Ich bin bereit zu empfangen. Auf dem weich-flatulierenden Zenit der von Musik getragenen Euphorie meint man, dass nur Musik existiert. Worüber denke ich gerade nach? Es gibt keinen Grund, dass ich hier bin. Die Gesellschaft sagt in ganz vielen Dingen: nein nein nein zu uns. Was habe ich hier zu suchen? Was mach ich überhaupt hier? Das ist die große Frage.... Ist es so einfach? Warum erschlägt mich die Einfachheit? Oder tut sie es gar nicht? Wo steh ich? Habe ich mich gerade nur in Worte geschraubt? Bin ich einfach die falsche Richtung gegangen? Schreiben ist wie abends der Mutter den Tag zu beichten in weichen wogenden Betten. Davon erzählenb, dass man einen Freund gefunden hat, den man liebt. Diese Liebe. Dieser Kaugummie zwischen den Zähnen. Erstmal macht es keinen Sinn, weiterzuschreiben...
Huch! Wo bin ich jetzt? Ich muss diesen abSatz fettgeschrieben in den Raum stellen, um mich hier zu behaupten. Will ich hier dazugehören? Was bleibt mir übrig? Gehöre ich hier her? Soll ich mich setzen? Irgendwas muss ich jetzt tun oder?
Heute ist der DXM-Rausch sehr freundlich, so frisch und offen und gemütlich wie das offene Fenster und der schöne malerische Tag dahinter. der Tag findet hinter dem Fenster statt, ich sitze jenseits des Tages in meiner Wohnung und tippe twas auf der Tastatur. Ich befinde mich außerhalb der Zeit oder? Oder kommt mir das nur so vor? ch weiß garnicht, woran ich mich halten soll... lieber weiter auf die Umwelt konzentrieren, ja, es gibt ja auch eine Außenwelt, also da ist eine Tastatur, meine Finger, der Fisch, das offene fenster, dann die Musik (Willow Farm, Genesis) und jetzt ein Pfiff und ein Windzug. Jetzt kommt der apokalyptische Teil des Liedes. Ich spüre wie meine Worte zu dem passen, was ich erlebe. Genauer: das was ich erlebe und das was ich schreibe, haben einen interessanten kontrast, der meine realität strukturiert. ich muss mich an ihm aufreiben. schubber schubber schubber. Am Grund der Droge erkennst du nur die Mechanismen, die die Droge an das Gehirn binden. Oder so... tut mir leid dass ich erstmal sabbern muss... es ist mir wichtig zu sagen, dass - ich schaue zurück und lasse mich nicht nerven von meinem Anhalten, es wird einfach immer verwirrender, und damit weicher, ätherischer, die Sonne verändert den Kontrast draußen, am Grund der Droge ... was ist da? wie ein Dämon im schwarzuen Mantel entblößt er sich vor dem Werbeblock, der in die haarige Suppe des Abendbrot fällt: Dort ist er, dieses haarige nervige Monster, diese Erfindung der Medien, ...Wir empfinden unter Droge einen Lebenssinn, der nach dieser Droge giert... Also Droge X macht das leben nur unter Droge X Sinn... mehr ist es auch nicht.
Ich schreibe mal schnell, mal total langsam. Ich habe keinen Schnauzbart. Ich wiederhole den Satz in Gedanken solange, bis ihr mir glaubt, dass ich etwas zu sagen habe... There is an angel standing in the sun...
Vielleicht stehe ich auch nur kurz davor, die Welt so zu verstehen wie alle anderen auch...
Vielleicht befinde ich mich seit Jahren in einer Wahnwelt, in die mich meine Schlaflosigkeit, meine Arbeitslosigkeit, meine Einsamkeit gebracht hat... Wer weiß wie bestimmte Musik oder Bücher mir die Welt verbogen haben... oder schlafe ich jetzt einfach nur ein? Oder fühlt es sich nur so an?
Vielleicht versteht man die echte Welt, oder wenigstens eine neue echte nur, wenn man sich mit jemandem unterhält, der Drogen genommen hat. Vielleicht bin ich der Schlüssel, vielleicht muss man mich endlich mal irgendwo reinstecken, sage ich ungeduldig in einem Plüschkostüm sitzend und mit dem Hinterteil wackelnd. Huhu! Ich kann nichts lustiges schreiben. Ich kann nur auf Dinge zeigen, die dich dazu bewegen ... na du weißt schon... na geh halt ... los!
Permanent das Gefühl haben, gleich zu entdecken, dass es auf nichts ankommt, weil es keine Fressfeinde mehr gibt und das Essen ohne Arbeit zu uns kommt. Nutzlose Menschen ohne Bedürfnisse. Niemand macht was mit uns. Haha... Ja. Niemand macht was mit mir. Ich arbeite nicht, ich lebe mit niemandem zusammen, ich habe keine Verpflichtungen... Ich spiele absolut keine Rolle im Großen unbd Ganzen und muss nichts weiter tun als essen, schlöafen, und so weiter. Das Leben ist ja genau das: die biologische Existenz. Wie wir diese Existenz verbringen, liegt bei wem? Wer sagt uns, wie wir mit unserer körperlichen Existenz umzugehen haben, wenn wir ganz alleine sind? Wenn wir keine Arbeit haben? Hier gibt es nichts zu tun! Wir sind Gespenster. Wir werden immer mehr... Wir drängen uns immer mehr an... Wir werden immer mehr... Nutzlose Menschen auf einem immer lebensfeindlicher werdenden Planeten. Irgendetwas wird uns überwältigen. Irgendeinem Prinzip, irgendeiner Großen Ordnung werden wir uns opfern! Wir können trotzig saufen und tanzen, der Kern bleibt hart und glühend in den Augen des Lesers ein Zwinkern. Was gibt es noch zu tun für die, die keiner gebrauchen kann für seinen Wahn? Wir sitzen in der Geschichte und wissen nicht, wohin. Wir können nichts mehr glauben, wir können uns nicht mehr artikulieren, wir mussten uns auf der letzten Pressekonferenz übergeben und das war kein Scherz! Versteht ihr, dass jetzt ein anderer Wind weht?
Ich muss endlich meine Texte ernst nehmen. Sie sind die einzigen, die mich definieren. Ich muss ein Schriftsteller werden. Ich brauche den Status, um eine Art Medium, eine Plattform zu gestalten. Ich muss halt irgendwie zeigen, dass es mich gibt. Bin ich eine Fame-Hure oder ein geniales Gespenst oder eine herunterfallende Glühbirne oder nur eine doofe Glübirne die versucht etwas zu schreiben. Ich weiß es nicht. Panik will mich ergreifen, weil ich nicht weiß, ob ich ein Versager bin. Nüchtern erkläre ich mit bleichem Gesicht den Rausch für die Beantwortung dieser Frage zuständig, im Rausch selbst bin ich nur ein Kasper mit grünem Gesicht.
Vielleicht ist mein Lebenswerk getan.
Was kann ich mir und der Welt noch aus diesem rausch ziehen - abgesehen von der violetten
Notiz: da ist noch was... da ist noch was (gelesen zu carpet crawlers )
Rede dir mal kurz folgendes ein: dein Leben ist dazu da, dass du erfolgreich wirst, hast du also die Kraft, alles nötige zu tun, um das zu erreichen? (Mit dem Satz vor dem Doppelpunkt habe ich den stickigen Raum/Saft nach dem Doppelpunkt gelüftet) Wirst du die notwendigen Dinge schreiben? Wirst du dich um Lesungen kümmern? Wirst du dafür sorgen, dass du auffällst oder nicht? Das ist die Frage, um die sich alles dreht. Die ganzen Blume-Aufzeichnungen wollen dich nur an den Anfang deiner Schriftsteller-Karriere drängen wie zu einem offenen Fenster, aber "wen interessiert's?" Diese Frage hast du dir sogar in die Küche des Hauses geschrieben, in dem du vorher gewohnt hast. Du hast dich nicht um die Konsequenzen dieser Frage geschert und dich abgelenkt mit Internet, Liebeskrams und deinem ewigen weichen rosa-schaumstoffnen Hoffen. Lass dich fallen in deine Hoffnung, hauptsache es entsteht etwas daraus!!!!!
05 September 2015
DXM (halbwegs gescheitert)
Ich sitze in einer leeren Kneipe, trinke mein erstes Bier dieses Jahres, es wird Frühling und ich lese den Brief, den ich an mich selbst geschrieben habe, um mich zu beruhigen, wenn mich ein von Cannabis und DXM hervorgerufener Panikschub aus dem Konzept bringen will. Es ist schließlich wichtig, erstmal anzukommen: "Es ist nicht schlimm, sich ab und an vom Ich zu entfernen. Es gibt eine Zukunft, in der du wieder bei dir bist. Dort ist kein Ziel nötig oder eine Aufgabe, es reicht die Lust an den Sinnen auszukosten. Ekstatisches Bewusstseins-Fleisch. Hier gibt es Gegenstände die nützlich sind, um das Leben angenehmer zu machen. Der Ernst der Existenz geht nie weiter als ein fröhlicher Popsong aus den 70ern. Get right back to where we started from. Die Verkrampften entkrampfen sich und bekommen Lust auf eine dramatische Veränderung der politischen Verhältnisse. Generalentspannung entfacht Phantasie. Es ist nicht lächerlich, sich eine bessere Gesellschaft zu wünschen und alles dafür zu tun, dass eine Veränderung möglich ist. "So wie das Meer ist das Leben, ewige Ebbe und Flut ... Du musst entscheiden wie du leben willst, nur darauf kommt es an!", Hildegard Knef verbeugt sich und stolpert elegant von der Bühne. Ich bestelle noch ein Bier und versuche, eine Weile an nichts zu denken. Unmöglich. Ich bin gezwungen, an mein Leben zu denken.
Die Bedingungen haben sich weiter verschärft: eine neue Wohnung, widerliche Mitbewohner, die stinken nach nassen Pferden und rotzen auf den Boden und essen immer den selben Fastfood-Shit und ich hab zu wenig geschlafen, deshalb freue ich mich, heute an Gras gekommen zu sein und wie Anfang des Monats zwei Packungen Silomat-Hustenstiller. Ich zögere etwas und glaube, erst etwas Interessantes mit meinen Möglichkeiten zu machen, wenn ich das Zögern überwinde mit Gedanken wie "Das schlimmste was passieren kann ist..." Ich weiß nicht wie der Satz weitergeht. Deshalb muss ich einfach weitergehen. Das schlimmst, was passieren kann, ist....
Zuhause angekommen. 23:40 Uhr. Alle 24 Kapseln sind in den Magen gefahren zu "Love makes me do foolish things" von Martha Reeves. Insgesamt 12 Euro bezahlt, wie für eine Zugfahrt nach Weimar und zurück. Jeder Ausflug ist anders, und auf manchen scheint man einen derartigen Skandal aufzudecken, dass die ganze, zumindest westliche Zivilisation ins Stocken geraten würde, wenn sie die gleiche Erfahrung mit der Droge machen und ihre Konsequenzen daraus ziehen würde. Der erste Skandal, an den ich mich überhaupt erinnern kann, war für mich der Tod. Für einen anderen Skandal hatte ich schon lang die Augen offen: den Skandal des Ichs, das ein noch viel großeres Geheimnis ist. Behauptung abgeschlossen. Irgendwie stehen diese beiden Skandale in Zusammenhang. Vielleicht komm ich heute Nacht weiter. Puh, ein bisschen schlecht ist mir. Hatte die letzten 8 Kapseln aufgebrochen und in Wasser gelöst, absolut widerwärtig, vielleicht kotze ich meinen Fahrschein wieder raus. Bäh! Ich esse etwas Ingwer. Oder auch nicht. Ich freu mich so auf den schwitzig-schmierigen Skandal, den ich im hitzigen Höhepunkt des Rausches erfahre.
Mein Bewusstsein ist ein neurochemischer Eintopf. Ich werde matter und der Blick verschwimmt. Wird mein Herz auch diesmal diese Anstrengung mitmachen? Ich fühle mich so als würde ich nicht mitkriegen, wie ich auf einem Motorrad mit 60 Sachen einen steilen Berg herunterrase. Wie werde ich das Kotzen gleich feiern! Es wird immer wärmer und ich hab die klare Vorstellung, dass Leute in mir fröhlich schreien und mich erheben über den alltäglichen, glanzlosen Unsinn und ich sage mir, dass ich keinen Fehler gemacht habe. Es fühlt sich so an ,als würden mir alle Leute eine Frage stellen, als wäre ich im absoluten Zentrum des Geschehens, als müsste ich mich permanent rechtfertigen. Ich höre nicht alles von der Musik, die im Hintergrund läuft. Bestimmte Instrumente sind einfach weg, der Song ist viel geräumiger, ich höre ihn mir von unten an, ich steige in ihm herum, das hier ist ein ernstes Lied, alle Musik ist ernst und heiter. Sollte es zumindest sein, hier wird die Stimmung jedenfalls sehr düster plötzlich. Was bedeutet es, wenn mich jemand ernst anschaut? Hat er ein Recht auf mich? Muss er mich nicht für meine Ratlosigkeit bedauern?
Ich beobachte Kotzefühl. Was noch? Ich kotze langsam in die Teekanne. Die Mitbewohner leben viel zu nah. Wer bin ich? Was mach ich mit meinem Leben? Was fang ich mit mir an? Die Fragen zerren mich nach oben. Die Musik ist absolut ernst und lieblos, ein gespenstischer Druck, ich fühle mich extrem bedroht und glaube, dass ich gleich auffliege, ich werde gleich für immer in eine furchtbare Hölle geschickt. Himmel und Hölle sind in uns - nach all den Jahrtausenden der Suche haben wir sie gefunden. Wofür werde ich bestraft? Ich lebe unter den Blicken der Mutter, die so kalt sind, dass ich weinen könnte. Kann man so sehr der Liebe entbehren, dass man glaubt, gleich zu sterben? Wer hätte gedacht, dass es so gefährlich sein kann. Meine Hände kommen mir so klein vor plötzlich, ganz kleine, schmierige Hände, ich stelle mir vor wie mich meine Mutter vorwurfsvoll, enttäuscht, böse anschaut. Sie will mich erschlagen. Weil ich unfähig bin, etwas mit der Materie hier zu machen, in die ich gestürzt bin. Was ich in mein Gehirn tue ist eine öffentliche Frage scheinbar, etwas sagt mir, dass andere Menschen über mich verfügen.
Ich höre so viel Düsternis und Feindschaft und Vorwürfe aus den Liedern. als würden sie bitter sarkastisch sagen wollen: "Du hast es jetzt endgültig übertrieben, du weißt was jetzt kommt, du bist nicht mehr zu retten. du wolltest es ja, du wolltest es ja. Es ist nicht schlimm, du wirst sterben. Das hätte jetzt nicht sein müssen, nimm es mir ruhig übel, dass du mich enttäuschen kannst, du bist wie du weißt, nicht in der Position, zu urteilen. Niemand wird dich jemals lesen. du wirst niemals eine Bedeutung für irgendwen haben."
Etwas Unheimliches bedrängt mich. Immenser Druck im Brustkorb. Ich habe das Gefühl, schonmal gestorben zu sein. Vielleicht wurde ich in einem früheren Leben hingerichtet von einer fetten Henkerin oder dies ist nur wieder eine Metapher für die Kälte der Mutter, liebe Schüler, vergesst nicht, es gibt immer mehrere Ebenen, das ist ja das spannende! Lasst euch anspannen! Es wird gute Noten regnen wie Blumen! Ich geb euch alle ein Eis aus, wenn ihr mir ein bisschen zuhört! Ich bin euer Freund! Hört Euch zur Einstimmung bitte meinen neuen Song "Der Brandstifter" an!
Was ist das wieder für ein Tag gewesen?
Was ist da wieder über mich drübergefahren?
Was wurde ich wieder abgestempelt!
Was hab ich wieder abgestempelt!
Ich sitze hier und tippe auf bestimmte Buchstaben,
um bestimmte Sätze zu bilden.
Die Schönheit dieses Liedes hat sich's wie ein Keller
unter meinem Zimmer gemütlich gemacht,
Jeder der meine Lieder mag, ist mein Freund.
Es gibt keine richtige Musik,
ich zünde den Dachstuhl der Schule an
und schreibe ein Lied darüber,
ich werde extrem berühmt damit irgendwann
Es gibt keinen idealen Menschen!
Mit deinen Irrtümern und Ekstasen
kannst du machen was du willst,
solang du berühmt wirst irgendwann.
Jeder der meine Lieder mag, ist mein Freund.
Ich will dein Freund sein,
wenn du mich brauchst
jeder braucht irgendwann
einen Brandstifter
Ich interessiere mich plötzlich für Kommunikation. Wie erleben andere Leute ihre Existenz? Und ich meine ganz genau: was macht Euch Spaß? Wie würdet Ihr den Staat verändern? Wie die Mentalität in dieser Stadt beeinflussen?
Das Ich stabilisiert die Wirklichkeit. Das ist vielleicht der Kernsatz all meiner bisherigen Drogen-Erfahrungen. Ohne Ich, das ihm eine bestimmte Außenwelt strukturiert, beschäftigt sich das Gehirn mit anderen Bewusstseins-Ebenen. Das Ich ist ein mögliches Fenster in die Welt. Es verpflichtet uns zu dieser Welt zu stehen. Ich schaue aus dem Fenster in den Hinterhof wie aus meinen Augen in die Außenwelt und frage den Kater, was wir beide mit unserem Leben anfangen wollen. Er kann mir nicht antworten, weil er keine Worte kennt, und deshalb hat er auch keine Werkzeuge, um ein Ich zu produzieren, denn ein Ich ist nichts anderes als ein sprachliches Konstrukt. Das Wort "Ich" suggeriert, dass es ein Ich gibt, aber eigentlich zeigt es bloß auf etwas, das es gar nicht gibt.
Die visuellen Effekte bei geschlossenen Augen (zarte, atmende Teppiche aus rotem, blauem Licht, geometrische Strukturen und Räume) passen sich der Struktur der federleichten Kopfschmerzchen an, die das Gehirn massieren. Sie sind polyrhythmisch; überlagerte Ebenen; grobe und fragile, wässrige Strukturen, die sich auf die Außenwelt übertragen, wenn man die Augen öffnet.
Ich befinde mich in einem weit nach hinten geöffneten Moment, ich bewege mich nicht in der Zeit voran, sondern hinein. Möglicherweise fesselt uns das Gefühl, uns in der Zeit nach vorn zu bewegen, an unser Ich. Das Ich hält sich an Begriffe, während es von der Zeit durch den Raum geschleift wird. Das Ich ist ein Filter, den das Kind aufbauen musste, um mit der Welt, wie sie von der Gesellschaft durch Worte und Termine definiert wird, klar zu kommen. Unsere subjektiv wahre Welt wird von unserem Zeit- und Ichgefühl entworfen. Das ständige Erwarten und Berechnen und Voraussehen und nicht zuletzt alle gesellschaftliche Notwendigkeiten verhindern, dass wir uns im Moment verlieren, wortwörtlich: wir verlieren unser Ich, wenn wir nicht mehr aus einer bestimmten Vergangenheit in eine bestimmte Zukunft vorzustoßen meinen. Wenn uns das Gedächtnis an diese, an alle Begriffe abhanden kommt, verlieren wir mit ihnen die Anziehungskraft, die uns an die übliche Realität bindet. Das ist so schwer zu glauben, weil es so schwer ist, sein Ichgefühl loszulassen und das Gespürs für das zu verlieren, was richtig und falsch ist.
Die Bedingungen haben sich weiter verschärft: eine neue Wohnung, widerliche Mitbewohner, die stinken nach nassen Pferden und rotzen auf den Boden und essen immer den selben Fastfood-Shit und ich hab zu wenig geschlafen, deshalb freue ich mich, heute an Gras gekommen zu sein und wie Anfang des Monats zwei Packungen Silomat-Hustenstiller. Ich zögere etwas und glaube, erst etwas Interessantes mit meinen Möglichkeiten zu machen, wenn ich das Zögern überwinde mit Gedanken wie "Das schlimmste was passieren kann ist..." Ich weiß nicht wie der Satz weitergeht. Deshalb muss ich einfach weitergehen. Das schlimmst, was passieren kann, ist....
Zuhause angekommen. 23:40 Uhr. Alle 24 Kapseln sind in den Magen gefahren zu "Love makes me do foolish things" von Martha Reeves. Insgesamt 12 Euro bezahlt, wie für eine Zugfahrt nach Weimar und zurück. Jeder Ausflug ist anders, und auf manchen scheint man einen derartigen Skandal aufzudecken, dass die ganze, zumindest westliche Zivilisation ins Stocken geraten würde, wenn sie die gleiche Erfahrung mit der Droge machen und ihre Konsequenzen daraus ziehen würde. Der erste Skandal, an den ich mich überhaupt erinnern kann, war für mich der Tod. Für einen anderen Skandal hatte ich schon lang die Augen offen: den Skandal des Ichs, das ein noch viel großeres Geheimnis ist. Behauptung abgeschlossen. Irgendwie stehen diese beiden Skandale in Zusammenhang. Vielleicht komm ich heute Nacht weiter. Puh, ein bisschen schlecht ist mir. Hatte die letzten 8 Kapseln aufgebrochen und in Wasser gelöst, absolut widerwärtig, vielleicht kotze ich meinen Fahrschein wieder raus. Bäh! Ich esse etwas Ingwer. Oder auch nicht. Ich freu mich so auf den schwitzig-schmierigen Skandal, den ich im hitzigen Höhepunkt des Rausches erfahre.
Mein Bewusstsein ist ein neurochemischer Eintopf. Ich werde matter und der Blick verschwimmt. Wird mein Herz auch diesmal diese Anstrengung mitmachen? Ich fühle mich so als würde ich nicht mitkriegen, wie ich auf einem Motorrad mit 60 Sachen einen steilen Berg herunterrase. Wie werde ich das Kotzen gleich feiern! Es wird immer wärmer und ich hab die klare Vorstellung, dass Leute in mir fröhlich schreien und mich erheben über den alltäglichen, glanzlosen Unsinn und ich sage mir, dass ich keinen Fehler gemacht habe. Es fühlt sich so an ,als würden mir alle Leute eine Frage stellen, als wäre ich im absoluten Zentrum des Geschehens, als müsste ich mich permanent rechtfertigen. Ich höre nicht alles von der Musik, die im Hintergrund läuft. Bestimmte Instrumente sind einfach weg, der Song ist viel geräumiger, ich höre ihn mir von unten an, ich steige in ihm herum, das hier ist ein ernstes Lied, alle Musik ist ernst und heiter. Sollte es zumindest sein, hier wird die Stimmung jedenfalls sehr düster plötzlich. Was bedeutet es, wenn mich jemand ernst anschaut? Hat er ein Recht auf mich? Muss er mich nicht für meine Ratlosigkeit bedauern?
Ich beobachte Kotzefühl. Was noch? Ich kotze langsam in die Teekanne. Die Mitbewohner leben viel zu nah. Wer bin ich? Was mach ich mit meinem Leben? Was fang ich mit mir an? Die Fragen zerren mich nach oben. Die Musik ist absolut ernst und lieblos, ein gespenstischer Druck, ich fühle mich extrem bedroht und glaube, dass ich gleich auffliege, ich werde gleich für immer in eine furchtbare Hölle geschickt. Himmel und Hölle sind in uns - nach all den Jahrtausenden der Suche haben wir sie gefunden. Wofür werde ich bestraft? Ich lebe unter den Blicken der Mutter, die so kalt sind, dass ich weinen könnte. Kann man so sehr der Liebe entbehren, dass man glaubt, gleich zu sterben? Wer hätte gedacht, dass es so gefährlich sein kann. Meine Hände kommen mir so klein vor plötzlich, ganz kleine, schmierige Hände, ich stelle mir vor wie mich meine Mutter vorwurfsvoll, enttäuscht, böse anschaut. Sie will mich erschlagen. Weil ich unfähig bin, etwas mit der Materie hier zu machen, in die ich gestürzt bin. Was ich in mein Gehirn tue ist eine öffentliche Frage scheinbar, etwas sagt mir, dass andere Menschen über mich verfügen.
Ich höre so viel Düsternis und Feindschaft und Vorwürfe aus den Liedern. als würden sie bitter sarkastisch sagen wollen: "Du hast es jetzt endgültig übertrieben, du weißt was jetzt kommt, du bist nicht mehr zu retten. du wolltest es ja, du wolltest es ja. Es ist nicht schlimm, du wirst sterben. Das hätte jetzt nicht sein müssen, nimm es mir ruhig übel, dass du mich enttäuschen kannst, du bist wie du weißt, nicht in der Position, zu urteilen. Niemand wird dich jemals lesen. du wirst niemals eine Bedeutung für irgendwen haben."
Etwas Unheimliches bedrängt mich. Immenser Druck im Brustkorb. Ich habe das Gefühl, schonmal gestorben zu sein. Vielleicht wurde ich in einem früheren Leben hingerichtet von einer fetten Henkerin oder dies ist nur wieder eine Metapher für die Kälte der Mutter, liebe Schüler, vergesst nicht, es gibt immer mehrere Ebenen, das ist ja das spannende! Lasst euch anspannen! Es wird gute Noten regnen wie Blumen! Ich geb euch alle ein Eis aus, wenn ihr mir ein bisschen zuhört! Ich bin euer Freund! Hört Euch zur Einstimmung bitte meinen neuen Song "Der Brandstifter" an!
Was ist das wieder für ein Tag gewesen?
Was ist da wieder über mich drübergefahren?
Was wurde ich wieder abgestempelt!
Was hab ich wieder abgestempelt!
Ich sitze hier und tippe auf bestimmte Buchstaben,
um bestimmte Sätze zu bilden.
Die Schönheit dieses Liedes hat sich's wie ein Keller
unter meinem Zimmer gemütlich gemacht,
Jeder der meine Lieder mag, ist mein Freund.
Es gibt keine richtige Musik,
ich zünde den Dachstuhl der Schule an
und schreibe ein Lied darüber,
ich werde extrem berühmt damit irgendwann
Es gibt keinen idealen Menschen!
Mit deinen Irrtümern und Ekstasen
kannst du machen was du willst,
solang du berühmt wirst irgendwann.
Jeder der meine Lieder mag, ist mein Freund.
Ich will dein Freund sein,
wenn du mich brauchst
jeder braucht irgendwann
einen Brandstifter
Ich interessiere mich plötzlich für Kommunikation. Wie erleben andere Leute ihre Existenz? Und ich meine ganz genau: was macht Euch Spaß? Wie würdet Ihr den Staat verändern? Wie die Mentalität in dieser Stadt beeinflussen?
Das Ich stabilisiert die Wirklichkeit. Das ist vielleicht der Kernsatz all meiner bisherigen Drogen-Erfahrungen. Ohne Ich, das ihm eine bestimmte Außenwelt strukturiert, beschäftigt sich das Gehirn mit anderen Bewusstseins-Ebenen. Das Ich ist ein mögliches Fenster in die Welt. Es verpflichtet uns zu dieser Welt zu stehen. Ich schaue aus dem Fenster in den Hinterhof wie aus meinen Augen in die Außenwelt und frage den Kater, was wir beide mit unserem Leben anfangen wollen. Er kann mir nicht antworten, weil er keine Worte kennt, und deshalb hat er auch keine Werkzeuge, um ein Ich zu produzieren, denn ein Ich ist nichts anderes als ein sprachliches Konstrukt. Das Wort "Ich" suggeriert, dass es ein Ich gibt, aber eigentlich zeigt es bloß auf etwas, das es gar nicht gibt.
Die visuellen Effekte bei geschlossenen Augen (zarte, atmende Teppiche aus rotem, blauem Licht, geometrische Strukturen und Räume) passen sich der Struktur der federleichten Kopfschmerzchen an, die das Gehirn massieren. Sie sind polyrhythmisch; überlagerte Ebenen; grobe und fragile, wässrige Strukturen, die sich auf die Außenwelt übertragen, wenn man die Augen öffnet.
Ich befinde mich in einem weit nach hinten geöffneten Moment, ich bewege mich nicht in der Zeit voran, sondern hinein. Möglicherweise fesselt uns das Gefühl, uns in der Zeit nach vorn zu bewegen, an unser Ich. Das Ich hält sich an Begriffe, während es von der Zeit durch den Raum geschleift wird. Das Ich ist ein Filter, den das Kind aufbauen musste, um mit der Welt, wie sie von der Gesellschaft durch Worte und Termine definiert wird, klar zu kommen. Unsere subjektiv wahre Welt wird von unserem Zeit- und Ichgefühl entworfen. Das ständige Erwarten und Berechnen und Voraussehen und nicht zuletzt alle gesellschaftliche Notwendigkeiten verhindern, dass wir uns im Moment verlieren, wortwörtlich: wir verlieren unser Ich, wenn wir nicht mehr aus einer bestimmten Vergangenheit in eine bestimmte Zukunft vorzustoßen meinen. Wenn uns das Gedächtnis an diese, an alle Begriffe abhanden kommt, verlieren wir mit ihnen die Anziehungskraft, die uns an die übliche Realität bindet. Das ist so schwer zu glauben, weil es so schwer ist, sein Ichgefühl loszulassen und das Gespürs für das zu verlieren, was richtig und falsch ist.
13 Juli 2015
Das Grauen vor der eigenen Existenz
24-Hustenstiller-Kapseln von Silomat, die Stunden zuvor 2 Liter Grapefruit-Saft zur Verstärkung.
(Gedächtnis-Protokoll.)
(1)
Die Selbstverständlichkeit, dass etwas existiert, dem man sich stellen muss, verschwindet mit einem Rutsch und hinterlässt einen kalten, zeitlosen Schrecken in meinen Knochen, den ich noch niemals gefühlt habe, kochende Panik am absoluten Grund des Gehirns.
Man steckt in sich drin, in einem warmen, heißen, schwappenden, knacksenden Körper; zusammengedrücktes organisches Chaos wie eine unübersichtliche Großstadt während der allmitternächtlichen Rush-Hour. Der Mund gibt ellenlange Zischlaute von sich, die die Welt bedeuten, eine flache, taumelnde Welt, der ich mich entziehen kann, wenn ich die Augen schließe und die unendlich feinen, repetitiven, organischen Muster sehe, ein feines violettes Seidentuch an einer glatten, nach links hinten verlaufenden, unendlich langen Wand gespannt und von einem hellen weichen Licht von links und rechts bestrahlt, wie eine langsame HD-Visualisation eines Liedes. Der ganze Raum ist davon eingenommen, wenn man die Augen geschlossen hat - das eigenartige Gefühl zum Wesentlichen vorgestoßen zu sein...
(Das sind Screenshots des Milkdrop-Visualisierungs-Plugins für Winamp, die meinen closed eye visions unter DXM nahekommen; sie atmen organisch und man bewegt sich langsam in sie rein)
Total verloren in einer traumartigen, gegenstandslosen Besessenheit, düstere, hypnotische Euphorie am äußersten Rand des Lebens, als habe man die ultimative Rückseite des Lebens entdeckt, den Keller des Bewusstseins, in den man gelangen kann, wenn man eben diese Droge nimmt. Der wahrgewordene Alptraum vom endgültigen Zusammenbruch. Es ist passiert.
Total schmierige, schleimige Hände, sie kneten sich. Ein intensiver, weicher Druck pulsiert durch das Gehirn; es macht Spaß regungslos in der Unendlichkeit des Augenblicks zu hocken und sich dem inneren Treiben hinzugeben.
Nichts zählt. Es gibt nichts zu tun im Leben.
Komische Geräusche mit dem Mund machen und Schwitzen, warum mehr von einer Existenz verlangen, die derart unbegründet ist? (Fußnote 3)
Das alte Ego kommt hinten vorbei und macht mir bewusst, dass Lisa hier ist. Sie lacht über manches was ich mache/sage. Ich weiß nicht, ob sie mich wirklich versteht, denn sie hat nur Bier getrunken. Ich kann nichts Sinnvolles sagen, ich kann dem euphorischen Chaos, das mein Kopf in den schwerfälligen Körper strahlt, keine Bewegung entgegensetzen, die mich nach oben bringen könnten.
(2)
Mein Körper ist das Zentrum meines Universums und steckt zur Hälfte in meinem Unterbewusstsein fest. Mein Gehirn ist unerschütterlich wach, nimmermüde und freundlich weich wie eine Hand, die mir gereicht wird. Es schüttet Panik und Glückseligkeit aus, aber es gibt kein Ego, das ihm erklärt, was davon gerechtfertigt ist. Ich erinnere mich entfernt daran, dass ich entspannen kann, weil ich ja bloß bei Lisa bin und nicht in der Schule unter den Augen der Anderen. Ich muss niemandem etwas erklären, ich muss keine Entscheidung treffen. Trotzdem fühle ich mich ausgeliefert diesem grundlegenden Grauen, das meine Existenz bedeutet. Ich kann mich nicht dagegen wehren, dass ich etwas tun und lassen muss, dass ich genau in diesem Körper mit genau dieser Wahrnehmung stecke. Es gibt keine Zukunft, die meine Phantasie dem leeren Moment entgegensetzen könnte. Ich bin ein schmieriges Monster, sitze wie in einer Grapefruit ganz oben auf der Bergstraße des Dorfes, in dem ich geboren wurde.
Ich vermute, dass mein Gehirn in den Zustand katapultiert wurde, in dem es sich befand, als ich mir zum allerersten Mal bewusst wurde, dass ich existiere, an irgendeinem dunklen gemütlichen Fleck des Universums, ganz unten, allein, schutzlos und ohne Aufgabe.
(Fußnote 3)
Mit seinem Leben nichts mehr anfangen als das hier, und das für alle Zeiten, funktioniert nur, wenn das Ego nicht mehr aus den Augen schauen darf. Das Universum sieht anders aus, wenn das Ego nicht mehr im Sattel sitzt. Eine Möglichkeit ist, es mit bestimmten Drogen aus dem Sattel zu taumeln; sie simulieren den Wahnsinn, den das Gehirn loslassen würde, wenn es begreifen würde, dass du nichts zu tun hast. (Fußnote 4)
Plötzlich kannst du nicht ertragen, dass du gezwungen bist, etwas zu sein und zu tun und zu denken. Das Gehirn ist gewohnt, sich mit Dingen zu beschäftigen, die außerhalb des Körpers geschehen, es ist nicht darauf trainiert, sich derart mich sich selbst zu befassen.
(Fußnote 4)
Als gäbe es eine höhere Instanz, die dich in den Sattel gesteckt hat. Als würde man plötzlich begreifen, dass man nur in einer Art Simulation steckt. Vielleicht stehen gleich Bürokraten oder Elterntiere oder Lehrer neben mir, um mich zu fragen, wie ich mich unerlaubt an den Apparat wagen konnte. Oder ich erinnere mich gleich daran, dass ich nur ein träumender Behinderter oder Mörder oder Geisteskranker bin, irgendein kleiner, dummer Schwächling.
Vielleicht stehe ich kurz vor meinem Ende, aber das macht nichts. Ob ich jetzt oder später sterbe, macht absolut keinen Unterschied. Diese Erkenntnis erzeugt ein höllisches Schuldgefühl.
(5.1.)
Scheinbar können die Leute mit dieser Droge die Tür aufmachen zu einer anderen, viel realistischeren, brutal realistischen Ebene. Vielleicht eine Tür zur einzig möglichen Religion. Hat Lisa die Videos gelöscht, die zeigen wie mein Intellekt unter DXM einen epileptischen Anfall erleidet? Sowas gruseliges hab ich noch nie geäußert. Induzierter Wahn. Mein Gehirn birgt gigantische Gefahren für mein Leben - und Chancen, so ermahnt mich immer wieder das Bild von William S. Burroughs an der Wand.
Ich höre ein warmes, sanftes Lied einen Sommerregen beschreiben, während ich an der einzig relevanten und unbeantwortbaren Frage schlucke: wie stehe ich zu dem, was mir gegeben ist und wo will ich damit noch hin? Die ereignislosen Tage und Wochen und Monate lassen meine Blicke nach Innen schweifen. Wer oder was kann sie nach außen lenken?
(6)
Nach dem gestrigen DXM-Desaster bin ich sehr wirr und instabil. Ich kann kaum Sätze formulieren. Totale Vernebelung. Ich habe eine stabile Distanz zu allem, ich spüre, dass ich in der Welt bin, ich stehe im Universum, ich glotze für eine kurze, vielleicht unbedeutende Zeitspanne in die Existenz rein. Ich bin ein beseelter Gegenstand. Nein - ich bin ein fester Gegenstand, in dem unendlich viele immaterielle Gegenstände (neuronale Zustände) um Geltung ringen. Die Distanz lässt mich mehr Möglichkeiten sehen. Ich befinde mich zwischen allen Menschen, zwischen allen Ereignissen. Ich verstehe, was andere Leute antreibt. Ich möchte mit keinem von ihnen tauschen. Ich verstehe, warum manche Mystiker sich "unten" auf der Erde fühlen. Oder hängt mein Bewusstsein schief? Mein Weltbild könnte in ein Weltgefühl zerfallen...
(7)
Wieviel von meinem Gehirn hat Google schon erfasst? Mancher kann sich nur noch an Google wenden. Mein Telefon ist mit dem Internet verbunden, liegt ein paar Zentimeter unter dieser Zeile und spielt ein Video von Amon Tobin ab.
(8)
Mit allem was ich schreibe, vertiefe ich nur die Tatsache, dass es für mich nichts Existentielleres gibt als Atmen, Essen, Schlafen und Schreiben. Ich frage mich, ob meine Eltern einen anderen Begriff für "existentiell" haben und im Alltag benutzen... jetzt wo ich weiß, dass hinter dem Alltag das Grauen der individuellen Existenz alles unterhöhlt - diese Unterhöhlung ist Grundlage des Alterungsprozesses.
Der Gedanke, dass die Summe all meiner erlittenen Qualen kleiner ist als das Leid bestimmter Menschen an einem einzigen Tag, will mich trösten, kann mich trösten, aber lässt mich doch nie richtig aufatmen.
Es stimmt, dass das Gefährliche an Drogen ist, dass man nie wissen kann, wie sie die unbewusste Seite beeinflussen. Aber manche Drogenkonsumenten nehmen diese Gefahr in Kauf, weil sie wissen, dass die Alternative dazu bloß ein Abstumpfen und Erkalten wäre. Ein erfolgreiches, bedeutungsvolles Leben mindert die Substanz ähnlich wie gewisse Drogen. Alles mindert. Die Frage ist, was und wieviel du wie lange mitbekommen willst.
Ich rette einen Käfer, der in meinem Trinkglas ums Überleben kämpft. Meine Ehrfurcht vor dem Leben anderer Wesen ist in den letzten Monaten größer geworden. Ich bin eigentlich auch nur ein Käfer auf der Suche nach Fressen, Schlaf und einer die Leere auspolsternden Erkenntnis.
Ich muss unbedingt genau herausfinden, ob es um mich schade wäre, würde ich plötzlich und für immer verschwinden. Wie sehen mich die Anderen? Wie bekomme ich Leute dazu, etwas in mich zu investieren?
(9)
Wenn ich in der Woche mehr als einmal DXM nehme, rutsche ich immer in eine heftige Depression, totale Erschöpfung, kalter Nihilismus, der tausend Kehlen zuschnüren will. Vielleicht kann Cannabis dem etwas Frühlingsfrische entgegenstemmen. Der Einkauf im Edeka ist dann auch wieder sehr lustig, bunt, weich, entspannt. Lebensglück, gesteigerte Aufregung, alles reizt zu schönen, kühnen Gedanken, ich finde mein Gesicht im Spiegel sehr schön, freundlich, gesund.
(Gedächtnis-Protokoll.)
(1)
Die Selbstverständlichkeit, dass etwas existiert, dem man sich stellen muss, verschwindet mit einem Rutsch und hinterlässt einen kalten, zeitlosen Schrecken in meinen Knochen, den ich noch niemals gefühlt habe, kochende Panik am absoluten Grund des Gehirns.
Man steckt in sich drin, in einem warmen, heißen, schwappenden, knacksenden Körper; zusammengedrücktes organisches Chaos wie eine unübersichtliche Großstadt während der allmitternächtlichen Rush-Hour. Der Mund gibt ellenlange Zischlaute von sich, die die Welt bedeuten, eine flache, taumelnde Welt, der ich mich entziehen kann, wenn ich die Augen schließe und die unendlich feinen, repetitiven, organischen Muster sehe, ein feines violettes Seidentuch an einer glatten, nach links hinten verlaufenden, unendlich langen Wand gespannt und von einem hellen weichen Licht von links und rechts bestrahlt, wie eine langsame HD-Visualisation eines Liedes. Der ganze Raum ist davon eingenommen, wenn man die Augen geschlossen hat - das eigenartige Gefühl zum Wesentlichen vorgestoßen zu sein...
(Das sind Screenshots des Milkdrop-Visualisierungs-Plugins für Winamp, die meinen closed eye visions unter DXM nahekommen; sie atmen organisch und man bewegt sich langsam in sie rein)
Total verloren in einer traumartigen, gegenstandslosen Besessenheit, düstere, hypnotische Euphorie am äußersten Rand des Lebens, als habe man die ultimative Rückseite des Lebens entdeckt, den Keller des Bewusstseins, in den man gelangen kann, wenn man eben diese Droge nimmt. Der wahrgewordene Alptraum vom endgültigen Zusammenbruch. Es ist passiert.
Total schmierige, schleimige Hände, sie kneten sich. Ein intensiver, weicher Druck pulsiert durch das Gehirn; es macht Spaß regungslos in der Unendlichkeit des Augenblicks zu hocken und sich dem inneren Treiben hinzugeben.
Nichts zählt. Es gibt nichts zu tun im Leben.
Komische Geräusche mit dem Mund machen und Schwitzen, warum mehr von einer Existenz verlangen, die derart unbegründet ist? (Fußnote 3)
Das alte Ego kommt hinten vorbei und macht mir bewusst, dass Lisa hier ist. Sie lacht über manches was ich mache/sage. Ich weiß nicht, ob sie mich wirklich versteht, denn sie hat nur Bier getrunken. Ich kann nichts Sinnvolles sagen, ich kann dem euphorischen Chaos, das mein Kopf in den schwerfälligen Körper strahlt, keine Bewegung entgegensetzen, die mich nach oben bringen könnten.
(2)
Mein Körper ist das Zentrum meines Universums und steckt zur Hälfte in meinem Unterbewusstsein fest. Mein Gehirn ist unerschütterlich wach, nimmermüde und freundlich weich wie eine Hand, die mir gereicht wird. Es schüttet Panik und Glückseligkeit aus, aber es gibt kein Ego, das ihm erklärt, was davon gerechtfertigt ist. Ich erinnere mich entfernt daran, dass ich entspannen kann, weil ich ja bloß bei Lisa bin und nicht in der Schule unter den Augen der Anderen. Ich muss niemandem etwas erklären, ich muss keine Entscheidung treffen. Trotzdem fühle ich mich ausgeliefert diesem grundlegenden Grauen, das meine Existenz bedeutet. Ich kann mich nicht dagegen wehren, dass ich etwas tun und lassen muss, dass ich genau in diesem Körper mit genau dieser Wahrnehmung stecke. Es gibt keine Zukunft, die meine Phantasie dem leeren Moment entgegensetzen könnte. Ich bin ein schmieriges Monster, sitze wie in einer Grapefruit ganz oben auf der Bergstraße des Dorfes, in dem ich geboren wurde.
Ich vermute, dass mein Gehirn in den Zustand katapultiert wurde, in dem es sich befand, als ich mir zum allerersten Mal bewusst wurde, dass ich existiere, an irgendeinem dunklen gemütlichen Fleck des Universums, ganz unten, allein, schutzlos und ohne Aufgabe.
(Fußnote 3)
Mit seinem Leben nichts mehr anfangen als das hier, und das für alle Zeiten, funktioniert nur, wenn das Ego nicht mehr aus den Augen schauen darf. Das Universum sieht anders aus, wenn das Ego nicht mehr im Sattel sitzt. Eine Möglichkeit ist, es mit bestimmten Drogen aus dem Sattel zu taumeln; sie simulieren den Wahnsinn, den das Gehirn loslassen würde, wenn es begreifen würde, dass du nichts zu tun hast. (Fußnote 4)
Plötzlich kannst du nicht ertragen, dass du gezwungen bist, etwas zu sein und zu tun und zu denken. Das Gehirn ist gewohnt, sich mit Dingen zu beschäftigen, die außerhalb des Körpers geschehen, es ist nicht darauf trainiert, sich derart mich sich selbst zu befassen.
(Fußnote 4)
Als gäbe es eine höhere Instanz, die dich in den Sattel gesteckt hat. Als würde man plötzlich begreifen, dass man nur in einer Art Simulation steckt. Vielleicht stehen gleich Bürokraten oder Elterntiere oder Lehrer neben mir, um mich zu fragen, wie ich mich unerlaubt an den Apparat wagen konnte. Oder ich erinnere mich gleich daran, dass ich nur ein träumender Behinderter oder Mörder oder Geisteskranker bin, irgendein kleiner, dummer Schwächling.
Vielleicht stehe ich kurz vor meinem Ende, aber das macht nichts. Ob ich jetzt oder später sterbe, macht absolut keinen Unterschied. Diese Erkenntnis erzeugt ein höllisches Schuldgefühl.
(5.1.)
Scheinbar können die Leute mit dieser Droge die Tür aufmachen zu einer anderen, viel realistischeren, brutal realistischen Ebene. Vielleicht eine Tür zur einzig möglichen Religion. Hat Lisa die Videos gelöscht, die zeigen wie mein Intellekt unter DXM einen epileptischen Anfall erleidet? Sowas gruseliges hab ich noch nie geäußert. Induzierter Wahn. Mein Gehirn birgt gigantische Gefahren für mein Leben - und Chancen, so ermahnt mich immer wieder das Bild von William S. Burroughs an der Wand.
Ich höre ein warmes, sanftes Lied einen Sommerregen beschreiben, während ich an der einzig relevanten und unbeantwortbaren Frage schlucke: wie stehe ich zu dem, was mir gegeben ist und wo will ich damit noch hin? Die ereignislosen Tage und Wochen und Monate lassen meine Blicke nach Innen schweifen. Wer oder was kann sie nach außen lenken?
(6)
Nach dem gestrigen DXM-Desaster bin ich sehr wirr und instabil. Ich kann kaum Sätze formulieren. Totale Vernebelung. Ich habe eine stabile Distanz zu allem, ich spüre, dass ich in der Welt bin, ich stehe im Universum, ich glotze für eine kurze, vielleicht unbedeutende Zeitspanne in die Existenz rein. Ich bin ein beseelter Gegenstand. Nein - ich bin ein fester Gegenstand, in dem unendlich viele immaterielle Gegenstände (neuronale Zustände) um Geltung ringen. Die Distanz lässt mich mehr Möglichkeiten sehen. Ich befinde mich zwischen allen Menschen, zwischen allen Ereignissen. Ich verstehe, was andere Leute antreibt. Ich möchte mit keinem von ihnen tauschen. Ich verstehe, warum manche Mystiker sich "unten" auf der Erde fühlen. Oder hängt mein Bewusstsein schief? Mein Weltbild könnte in ein Weltgefühl zerfallen...
(7)
Wieviel von meinem Gehirn hat Google schon erfasst? Mancher kann sich nur noch an Google wenden. Mein Telefon ist mit dem Internet verbunden, liegt ein paar Zentimeter unter dieser Zeile und spielt ein Video von Amon Tobin ab.
(8)
Mit allem was ich schreibe, vertiefe ich nur die Tatsache, dass es für mich nichts Existentielleres gibt als Atmen, Essen, Schlafen und Schreiben. Ich frage mich, ob meine Eltern einen anderen Begriff für "existentiell" haben und im Alltag benutzen... jetzt wo ich weiß, dass hinter dem Alltag das Grauen der individuellen Existenz alles unterhöhlt - diese Unterhöhlung ist Grundlage des Alterungsprozesses.
Der Gedanke, dass die Summe all meiner erlittenen Qualen kleiner ist als das Leid bestimmter Menschen an einem einzigen Tag, will mich trösten, kann mich trösten, aber lässt mich doch nie richtig aufatmen.
Es stimmt, dass das Gefährliche an Drogen ist, dass man nie wissen kann, wie sie die unbewusste Seite beeinflussen. Aber manche Drogenkonsumenten nehmen diese Gefahr in Kauf, weil sie wissen, dass die Alternative dazu bloß ein Abstumpfen und Erkalten wäre. Ein erfolgreiches, bedeutungsvolles Leben mindert die Substanz ähnlich wie gewisse Drogen. Alles mindert. Die Frage ist, was und wieviel du wie lange mitbekommen willst.
Ich rette einen Käfer, der in meinem Trinkglas ums Überleben kämpft. Meine Ehrfurcht vor dem Leben anderer Wesen ist in den letzten Monaten größer geworden. Ich bin eigentlich auch nur ein Käfer auf der Suche nach Fressen, Schlaf und einer die Leere auspolsternden Erkenntnis.
Ich muss unbedingt genau herausfinden, ob es um mich schade wäre, würde ich plötzlich und für immer verschwinden. Wie sehen mich die Anderen? Wie bekomme ich Leute dazu, etwas in mich zu investieren?
(9)
Wenn ich in der Woche mehr als einmal DXM nehme, rutsche ich immer in eine heftige Depression, totale Erschöpfung, kalter Nihilismus, der tausend Kehlen zuschnüren will. Vielleicht kann Cannabis dem etwas Frühlingsfrische entgegenstemmen. Der Einkauf im Edeka ist dann auch wieder sehr lustig, bunt, weich, entspannt. Lebensglück, gesteigerte Aufregung, alles reizt zu schönen, kühnen Gedanken, ich finde mein Gesicht im Spiegel sehr schön, freundlich, gesund.
30 Juni 2015
An den Grenzen des Körpers
ich kann nicht sagen was ich fühle
ich kann nicht fühlen was ich tue
DXM hebelt das Ichgefühl aus und lässt das Dahinterliegende durch das Bewusstsein in den ganzen Körper strahlen. Ohne greifbare Vergangenheit und glaubwürdiger Zukunft versteift man sich derart in die Gegenwart, dass man sich an die absoluten Grenzen des Körpers gedrängt fühlt. Es ist erschreckend unmöglich zu verstehen, wie man sich jemals sicher und stabil fühlen konnte.
Es ist als habe man das Leben in der gewohnten Umgebung unterbrochen und sitze allein und unerreichbar im hohen Gestrüpp am Fluß; extrem intensives Sitzen - kein Traum könnte jemals so intensiv sein. Wenn man noch etwas denken kann, dann dies: wie absurd unglaublich ist es doch, zu existieren. Eine höllische Angst macht sich breit, in der alle Sinnhaftigkeit ertrinken muss.
Nichts ist mehr selbstverständlich.
Mit bestimmten Substanzen das Leben derart vertiefen, erscheint als ein wundersames Kapitalverbrechen. Das gefährliche Abenteuer einer ultimativen Grenzüberschreitung. Ein Geschenk aus der Hölle des absoluten (von einem Ego ungetrübten) Bewusstseins.
ich will nicht zu früh sterben
und auch nicht zu spät
ich kann nicht fühlen was ich tue
DXM hebelt das Ichgefühl aus und lässt das Dahinterliegende durch das Bewusstsein in den ganzen Körper strahlen. Ohne greifbare Vergangenheit und glaubwürdiger Zukunft versteift man sich derart in die Gegenwart, dass man sich an die absoluten Grenzen des Körpers gedrängt fühlt. Es ist erschreckend unmöglich zu verstehen, wie man sich jemals sicher und stabil fühlen konnte.
Es ist als habe man das Leben in der gewohnten Umgebung unterbrochen und sitze allein und unerreichbar im hohen Gestrüpp am Fluß; extrem intensives Sitzen - kein Traum könnte jemals so intensiv sein. Wenn man noch etwas denken kann, dann dies: wie absurd unglaublich ist es doch, zu existieren. Eine höllische Angst macht sich breit, in der alle Sinnhaftigkeit ertrinken muss.
Nichts ist mehr selbstverständlich.
Mit bestimmten Substanzen das Leben derart vertiefen, erscheint als ein wundersames Kapitalverbrechen. Das gefährliche Abenteuer einer ultimativen Grenzüberschreitung. Ein Geschenk aus der Hölle des absoluten (von einem Ego ungetrübten) Bewusstseins.
ich will nicht zu früh sterben
und auch nicht zu spät
06 Juni 2015
5.6. - BACH AM ENDE DES TAGES (dxm)
5. Juni
BACH AM ENDE DES TAGES
DMX-Intervention IV
Irgendeine schnugglige Verlockung liegt in der Idee einfach zu versacken und die blöden Bauarbeiter über sich drübertrampeln zu lassen... einfach die Zunge rausstrecken und machen lassen... Ich weiß nicht woran ich hänge... und warum nimmt man Drogen? diese Frage zu zerkauen macht weise. ich habe gerade einen Bach am Ende des Tages geöffnet, ein schöner heller leichter Bach, der von der Zimmerdecke grinst, tropft auf mein weiches Bett und vielleicht wird mich bald jemand küssen. Ich seh heute echt gut aus. Die Stadt war anstrengend, die Leute machen mich so traurig, sie ekeln mich an. Mit Rüdiger Bender einkaufen gehen macht total Spaß, direkt nach der Psychotherapie. Alles ist so unsicher, ich hab angst, dass ich meine Freunde langweile, auch mit diesem Satz, was hab ich nochj zu geben? Ich fühl mich nackt und unbrauchbar. Ich zittere und versuche nicht die Nerven zu verlieren. Ich weiß nicht, wer zu mir gehört und wer nicht, es ist so einfach sich wegzustoßen. Unter dem Bett kriechen und an einer Rose riechen. Wollen wir das so stehen lassen? Ich bin ganz in meinem Element, ich beachte Groß- und Kleinschreibung so gut es geht und fühl mich doch total allein. Ein schmusiger Freundeskreis. Die Leute sind ja da. Haben wir ein Ziel? Ich weiß nicht, was ich mit mir anfangen soll - was fangt ihr mit euchz an? Wir stecken alle in dem selben klebrigen Brei, ich respektiere eure Privatsphäre. Ich möchte nicht abstumpfen, ich möchte nicht süchtig werden. Es fällt mir nicht schwer das ganz klar zu benennen... Diese kühle Heiterkeit, während uns bald die Bagger und Bulldozer umkreisen. -> Wer wird uns sehen? Wer interessiert sich für uns? Sollten wir mal einen Blog machen? Ich fühl mich wie eine rumänische Mutter... Ich hätte es gern, wenn wir unsere Traurigkeiten zur Schau stellen würden... ich will mich zusammenreißen, um Charisma auszustrahlen... Aber ich kann nicht... Ich glaube zu wenig, ... oder bin ich der Führer? Wer gehört dazu? Es ist so toll, hier zu sitzen und zu wissen, dass sich niemand mit den stinkenden Socken beschäftigt, die ich hier ein Buchstabe nach dem anderen aufhänge ... Eine Violine sägt wie eine unterbezahlte Nutte an meiner Einsamkeit herum... Lass es doch einfach.... Ich weiß nicht,zu wem ich gehöre ... und wer zu mir gehört... falls das nicht das selbe ist... ich weiß, dass mich jetzt in diesem Moment niemand sieht oder hört oder an mich denkt, aber ich habe eine Energie, ich kann mich irgendwo einbringen. Es gibt eine Chance. Hier unten bin ich ganz auf mich allein gestellt, hier kann ich mich nicht belügen. Hier bin ich richtig und hier will ich sein... Ich weiß schon was ich tue... ich bin hier und schreibe und JETZT bin ich dissoziiert... hier haben wir es... so ist man, wenn man torkelt... da kannst du glotzen wie du willst, es ändert nichts daran... ich bin hier und schreibe auf meine schwarze Tastatur, es ist kalt, die Musik ist sehr zäh, minimal, zurückhaltend, wie lieblose Frauen in schwarzen Gewändern, die sich an mir vorbeischleichen, ich bin der verbogene Sohn eines hässlichen Fürsten. Ach nein. Ich bin ein Niemand. Ich leide daran die Freiheit, die meine Euphorie mir gibt, nicht ausgestalten zu können. Das schreiben macht extrem viuel spaß´. das ist meine arbeit. ich sitze hier, und stecke worte in die tastatur. das licht ist hell und das ist meine arbeit. ich schaue zurück und lese korrektur. ich schreibe, damit ich verstanden werde. glaube, ein wort ausgelassen zu haben. ich bin ein geschwätziger wahnsinniger. damit kann ich mioch identifizieren. ich fühle mich wie ein buttler, der streng nach vorschrift durch den raum läuft. bach ist ein so schöner trost. ich denke an nichts schlimmes. alles ist gut. ich merke, dass meine tageswirklichkeit und mein schreiben sich streng gegenüber stehen wie alkohol und magen. jetzt hat die droge das cannabis erreicht, wenn du verstehst... also du verstehst... du musst cannabis genomm,en haben ... wenn du verstehen... alles schneee... nein.... es ist einem cannabis gleich. nur kühlrt. vielleicht wegen der musik. bach. sonata 1 g moll? bachwerk 1001 ... total abenteuerliches schreiben dieser also das namen da.. ich glaube ich rotzer ja das is rotzer hier... ich rotze auf de auf die tastatur... jaaa warum, nicht einfach kotzen... ich fühle mich als würde ich auf einer bühne kotzuen. eine helle klare nacht. ich kann nur schreiben dass ich schreiben kann... -- die dissoziation... kann man mal ein anderes wort erfinden tun. in meinem schädel will was kotzen. wenn ich ehrlich bin ...dann muss ich dass jetz so schreiben hier... das hier... ich sehe... aufdie tastatur... als wäre ich betrunken... total stabil. bach ist ein meioster. ein anständiger mann.. ich stehe daneben. wie neben rüdiger bender. ja. da ist eine verbindung. vielleicht sterbne ich jetzt. ich glaub ja nicht. totale intensität. auto,matisches schreibven. hier akm grund. warum sich bewegen? warzm etwas tun? wir sind men schzen? und bewegen uns. das ist das gehei,m nis. wir müssen etwas tun weil wir es nicht sein lassen kömnnen oder? ? ??? meine hände schreiben weil ich schreiben will`ß ICH HABE KEINE KONTROLLEß WAS SITZ HIERß
Ales nohcmal von vorn.... fehler in der rechtschrteibung sinfd wie sabbern beim reden wenn man genommen hat substanz. substanz. substanz. ich reagiere auf substanz. tanze a.leine mit substanz. hier ist eine möglicher art zu nleben, ja zu existieren, herr bender... selsamer zufall... dich getr4offen zun haben... warum kamst du plötzlich um die ekcer? da warst dui ... Ich habe Rüdiger Bender getroffen... da in der Stadt.. das war wahr... hahahaö.ö... ich habe ihn getroffern.. kann nicht richtig sehen auf bildschirm... herr bender... dozentz... guter mann... guter mann.. sehen,, anfassen... die3sen text vorlesen... öffentlöicvh.... sabbern... ich schwitze... leute im publukum unruhig? vorlesen diesen text zu bach... öffentlich angert gegen nazis... nazis töten mich mit amphetamin. das ist mein durchbruch-... ja jetz lachen alle.... wer bin ich? man muss berauscht sein und sich dann fragen: "wer bin ich?" diese leistung kann keiner uns abnehmen... es fällt schwer abnehmen zu nschreiben... icvh sterbe vuilleicht gleich weiöl ich als kind herzfehler hatte... die musik scheint mich zu bewegen... in die kindheit zurück ... die tatsatur mein begleiter... kondom. bach. cantata "widersteh doch der sunde" ... das dasein hier. BACH UND HUSTENSTILLER verscuht es... was fängt man mit dem leben an, das ist die trommelnde frage... wohin... wummwummwumm... mit leuten angekuschelt sein und trommeln um rand der nacht ... trommeln... haha ... ich b in ein hässlicher wahnsinniger, für den es keinen platz gibt. hahaha... ich stehe mit meiner blöden lederjacke und meinem wolfgang-bart da und glaube im znetrum meines lebens zu sein,.... jetzt hab ich den absprung geschafft... dieser bach-knödel... entsetzulich psychedelisch.... Rüdiger BEnder ist eine psychoaktive Droge. ICh muss kontakt mit ihm aufnehmen, er muss mit doktor anger reden. wir müssejn alle ein fest feiern. ---- denn in meinen träumen feiert rüdiger bender mit meinem therateuten und meinen ehemaliugen lehrern und meinen eltern und schildi und martin und schildis eltern und martins eltern und es schneit in erfurt ... und ich habe eine bedeutung... und mein saftiges gesicht sabbert mein existentielles leben in dieses buch. dieser satz ist wie von einer kerze beschienen. 972 bhach vivaldi irgendwas... das ist das musikstück dazu... das hier ist das lebebmn... das leben ist was ernstes... oh gott... das hier ist was ernstes.,... ich erkenne, dass das leben etwas ernsters ist..ok... was ist gerade passiert>? oh je eindeutig... total seltsam. rot. alles rot. total neben an. mit wem verbunden? wirklich wahnsinn... ich rede mit mir selbst- fand das telefonat statt? war das frederik? warum ist bach so klebrig? die tastatur wie buntes poipcorn. tschau tobias... mach endlich mal weg... geh raus... schwarze dünne augenlider. hunger. trigger. meine freunde am rand der nacht. keinbe kennung. was habe ich geredet? die tastatur wie ein rosenbett... hhahaha so muss so muss dass geschrieben sein... weiße worte... zarte weiße buchstaben in schwarzem krokont... rosen und rote asche... fr3ederik hat angerufen.. was wollte er... total flach? ... ich bin wie pappe... alles schwankt.gemeinsam die selben droge4n nehmen ,,, was ist passsiert? woran kann man ausschnaufen? ich liebe meinen zarten leic hten blattgoldenen mund....
Partita No. 2 in D Minor: I. AllemandeHilary Hahn ---- der tag ist eine rosenknospe .. das sletzte was ich sagen kann bevor ich kotzen will... feierlich.. am rand des tages... ein neuer tag brucbricht herabn!!!! wohin mit dem traurigen tag? verbindungenj bauen um nihct wahnsinnig zu8 werden. hier am rand des daseins. da wo es nichts mehr zu sagen gibt. irgenddwie alle auf der lauer, alle wartenb. worauf?= bis etwas passiert? ruhe oder krach? was st das zentrum? wer ist die schielende frau? die schwarze frau ... sie schielllttttt-.-- ein angenehmes natgürlichges verbundensaein,.
Warum hält Mensch und Tiuer ztusammmen? heute 16uhr kommt die kimmy.. der hund...ich habe lust hinter allem was bei futurama passiert ein ausrufezeichen zu setzen. ich kann automatisch schreiben. wenn nich bwill kann ich es... ich b in ein emaschine.... ich bijn einemaschine... oder wer sonmst? was ist hier los? ich fühle mivh wohl mit laura bergner und rüdiger bender und frederik ecke und hustnsti8lllert ... ich bin der chronist ... total zerfahrener dummy gerade... allles friusch unjd trüb und herbstlich ... der auftrag ist: alle menschen eine bedeutung geben. alle berühmt machen. alle wichtig machen,. hier in diesem fleck. der wie verbranntes holz fla ckert.... lebensabend mit großen freunden stolpern durch die morgengrauen gassen erfurt mit rüdiger bender und bodo ramelow... diesen moment ... schwitzern braune socken ventilator grill pups durc h die matratzue das zenztrum des universums .... endlich verrückt gheworden... befreit... hier hinten... alles ganz anders,,, gfanz bgeräumig... ganz anderere propertiuonen.... Violin Partita #3 in E, BWV 1006 – 3. Gavotte en RondoViolin Partita #3 in E, BWV 1006 – 3. Gavotte en Rondo - - - Es ist ganz einfach.... zusammen leben oder nicht... die worte sind brücken.... bitte genißesißt die rechtschreibfehöler... ein tanz... intuition... du bist jetzt ertwachsen.-.. meine hände machen mich neben erwacshen... was für ein erhabener moment... Goldberg Variations, Bmv 988 - Aria Da CapoGoldberg Variations, Bmv 988 - Aria Da Capo b ... er steht ab dieser moment... ich sitze hier im schneidersitz und schreibe ... es ist vollbracht... ein fluffigerss nichtsthsntiuhritugfheriutheriutgherg ich knabbberere an der tastatur... ich verliere mich ... ich biich bich ich ich bin ich ichich bin ...... Goldberg Variations, Bmv 988 - Aria Da CapoGoldberg Variations, Bmv 988 - Aria Da Capo .... ich bin ein reiner mensch.... keine ahnung was ich grade tue. eine so schöne knusperige tastatur... so viel stinke... so viel spähne... tief angeko,mmmen... ja.... ich bijna ich bin angekommen... das lebnen ist so zentriertz auf mich.... ich bin im zentgrum- alles dreeht eich um mich... ich kann entspannennen... es gibt wirklochnn noch anderee welten-... braune socken ... und den tod.. so schön... frederik... nicht wissen was man tut. totale freiheit. hi9nter dem alltagsgeschäft. ich sehe mich als handwerker. der dinge macht. die man mancht wenn man BACH hört und es fließt ein unpersönlicher strom.... .. dies ist ein haken an den icjh mein leben hängen kann... an diesen haken kann ich meinen braunen socke hängen der ganz schön vollgesogen ist ist... träumen mit einem hammer... tanzen mit einem hammer... aus glas... o. 65 - Mache dich, mein Herze, reinBach-Collegium Stuttgart, Helmuth Rilling ..... Wie geh ich jetz damit um ein ganz anderes ich zu haben... Das bester glück----> ich fühl mich wie ein grimmiger arbeiter... was war das für ein telefonat? kein kunstwerk kann sowas nachahmen.... total intensives leben, alles erfülllt und die frag3enden gesichterter der eltern... ein gebiss haben... bloß nicht daran denken dasss man einen körper hat... euphorie.... buchstabensalat... alles scheint auf eine schmusige orgie hinauszulaufen....
13 Mai 2015
DXM-Intervention III
13. Mai
Irgendetwas hat es mit dem Individuum auf sich. Der Glaube an das eigene Ich, die Selbstverständlichkeit eines strahlenden Ichgefühls beschützt uns vor all den Möglichkeiten, die unser Gehirn noch zur Verfügung hat, um sich mit der Realität auseinanderzusetzen. Als ich mir vor ein paar Tagen mit dxm die Tür zum Wahnsinn wirklich einen echten Spalt aufgemacht habe, seit ich weiß, dass es eine wirklich andere, unheimlich ernste Seite gibt, dort wo der Tod nicht nur eine Idee, sondern eine Möglichkeit, eine akute Gefahr ist, seit ich eine Verbundenheit mit "den Anderen" gefunden habe, seit ich zum ersten Mal eine unheimliche Furcht vor meinem Gehirn empfunden habe, ist es mir nicht mehr möglich, an die Idee eines Ichs zu denken, ohne zu glauben, in einer Illusion zu leben. Die Menschen ahnen alle, dass es eine "andere" Seite gibt, dass es Wahnsinn und Tod gibt, sie wissen, dass man bestimmte Grenzen nicht ohne Folgen überschreiten kann. Ich weiß nicht, was ich aushalten kann. Ich kann nur als freier, lieber, skeptischer Mensch der anderen Seite die Hand reichen. Strecke ich einem Löwen meinen leckeren Arm ins Gesicht? Oder verbinde ich mich mit einem grundlegenden Aspekt der Realität? Die Kluft zwischen Realität und Alltagsrealität ist ein Skandal, über den man stolpern muss, wenn man sich für die Möglichkeiten des eigenen Lebens interessiert. Ich spüre jetzt, eine halbe Stunde nach Einnahme und begleitet vom einzig brauchbaren Stones-Song (Sympathy for the devil) die Wirkung der Tabletten, diesmal nur sechs statt wie letztens zwölf. Allein wirken sie viel viel stärker. Ich weiß nicht genau, wann es war, als sie mich letztens so umgehauen haben. Montag Nacht? Jetzt ist Mittwoch Nacht. Vielleicht ist zu wenig Pause gewesen. Doch ich habe heute ja die Hälfte genommen und weiß, was passieren kann... Was tut der Körper und das Bewusstsein, wenn das Ichgefühl betäubt ist? Pure Existenz. Keine Sicherheit. Ein Urzustand. Eine ganz andere Perspektive. Losgelöst und ohne Ziel. Der Körper ist die einzige Substanz, über die man verfügt. Schwindelgefühl, leichte Übelkeit, ein angenehmes, freundliches stoned. Eine leichte Euphorie wie beim Fasten, dazu mein sperriger, schwerfälliger Körper. Wenn ich an mich denke, komme ich mir vor, als würde ich mich auf die Bühne, ins Scheinwerferlicht schubsen und mich einer unbekannten Masse ausliefern. Was soll ich hier? Ich würde gern traurige Augen haben. Wieviel Wahrnehmung, wieviel Leben erträgt man? Wieviel Ereignisse kann mein Gehirn überleben? Ich bin ein selbstbewusster Gegenstand. Die Musik schwatzt mir etwas von Seele und Halt und Zukunft ins Ohr. Ich höre gern zu und fühle mich fast so, als würde sich ein Lehrer über mich beugen und mir einreden, dass sich mein Leben lohnt. Er wird bezahlt dafür. Danke, die Stunde ist vorbei, sie können sich wieder in ihre Dunkelheit verkriechen aus der sie kommen. Wenn ich akzeptiere, dass ich ein Schriftsteller bin, bin ich nicht mehr so allein. Langsam dissoziiere ich mich, aber die Panik vom letzten Mal bleibt aus. Die Musik ist aufdringlich, fettig, freundlich, weiß nichts von mir. Die spielen mit mir. "Komm, wir machen was, was den Leuten gefällt." Ich laufe um die Idee herum in kleinen Pinguin-Schritten und setze mich dann auf den Boden und pflücke Blumen und warte, was der Himmel für mich zu bieten hat.. nicht dass er ein Angestellter von mir ist... nicht, dass ich ihn bezahlen kann... Ich darf mich nicht schuldig fühlen, ich darf mich nicht in die Idee verrennen, dass ich dankbar sein muss, dass ich etwas leisten muss. Jeder erwartet etwas von mir, ich möchte nicht an meiner Unfähigkeit, diesen Erwartungen nachzukommen, zu grunde gehen. Unser schönes Haus schwankt und wir werden bald hier rausgeekelt. Es ist schön, so kindlich ausgeliefert zu sein, wenn es Eltern gibt, die einen beschützen. Doch es gibt niemanden, der uns beschützt. Es gibt niemanden, der sich für uns interessiert. Wir sind alleine in dieser Welt. Was können wir tun? Ich habe Angst, dass dieser Text jetzt schon zu Ende ist. Ich weiß nicht, was ich tun soll, außer jetzt zu schreiben. Vielleicht sind die Nachbarn noch wach...
Nein, keiner mehr ansprechbar. Ich sitze auf dem Klo und spüre, dass ich wieder in einem ganz anderen Zustand bin als üblicherweise. Wichtig: trinken und nicht mehr nehmen. Interessant: wenn man sich Worte anschaut -> Zeichen, die so viel auslösen. Jedes Wort ist Teil meines Lebens, jedes Wort hat eine andere Schwingung, eine andere Funktion. Es ist etwas Konstruiertes. Die Buchstaben sind die Bausteine der Wörter. Es ist eine feierliche, tiefe Tradition, diese Bausteine auf diese Weise zusammenzufügen. Schau ich mir ein Wort an, so sehe ich, dass es nur ein Wort ist. Dieses "nur" will mir Angst machen. Alles nur Worte. Was, wenn alle Worte versagen? Wahnsinn könnte der Zustand einer intensiven Wortlosigkeit sein. Die Worte beschützen uns vor dem Universum, dem Tod, dem Nichts. Die Worte sind Ideen, sind Versuche, sind Blumen, sind Steine. Ich schreibe ein bisschen automatisch, d.h. ich tippe ab, was mir die Zukunft zu diktieren scheint, grinst ein sonniges Gesicht mich an: "Du bist am Leben, also mach was daraus." Das nervige Problem ist: ich weiß nicht, was. Ich glaube, dafür einen Kuss verdient zu haben von dir, nur dir. Jeder will nur von dem einen geküsst werden. Ich meine wirklich geküsst. Küss mir eine Bedeutung auf mein Gesicht, halt mich fest wie ich dich festhalte in diesem taumelnden Universum aus Gemütlichkeit, Kälte, Unverständlichkeit und Angst. Ich will in deine Augen schauen, mein Herz will sich am Glanz deiner Augen festhalten, mein Herz will sich öffnen, ich will mit dir gemeinsam in die Unsicherheit strudeln, und du bist nicht hier, alle Menschen erinnern mich an deine Abwesenheit, ich würde am liebsten verschwinden, in den Himmel fallen, wenn du mich nicht festhältst. Gaukel ich meinem Körper nur Möglichkeiten vor, die für ihn nicht in Frage kommen? Diese Frage starre ich wie ein behindertes, süßes, liebes Kind in dein Frühstück. Du liest die Zeitung und streichelst meine roten Haare. "Ich bin bei dir, du brauchst keine Angst vor den Leuten haben, die das Haus hier umstellen." Du nippst an deinem Cafe und blätterst die Seite um und ich popel in der Nasen und jeder, der das hier liest, muss lachen und ich liege unter dem Tisch und schau, wie die Leute lachen und mit den Schultern zucken und sagen: "Ja keine Ahnung, wie es jetzt weitergeht." Wir sind in diesem verdammten Moment gefangen, deswegen sind wir so euphorisch. Würden wir an unsere Vergangenheit und Zukunft denken, würden wir zusammenbrechen unter der schwabbeligen Last eines verzweifelten Lachens. Doch wir stecken hier fest wie ein Holzlöffelchen in einem Erdbeereis.
Der Freundeskreis besteht aus instabilen, schönen, besessenen, verzerrten Hochmütigen, depressiven, lustigen, feinen Ewig-Sonntägigen, angespannten, süß-inkonsequenten Leuten mit einem warmen Herz, auf die der Bürgermeister sich nicht verlassen kann, weil sie so traurig sind (alleine). Ich weiß nicht welche Funktion ich habe, niemand hat eine Aufgabe für mich in den Briefkasten gelegt. Ich will nicht dass etwas passiert. Das schreibe ich nur, weil meine Finger klebrig sind vom Schweiß, den die Tabletten aus mir herausdrücken. Der Satz kann erst seine Brisanz zünden, wenn man sich vorstellt, wie seine Wörter durch die Wohnung stürzen wie mein besoffener Nachbar, der Ibuprofen genommen hat, um die Schmerzen einzuweichen, die ihm eine Waschmaschine bei einem Umzug vorgestern in die Schulter geklemmt hat. "Hier, nimm das!" Jeder drückt seinen Mitmenschen irgendwas rein. Wir prägen uns, wir beeinflussen uns. Ein Freundeskreis ist ein Eintopf. Unserer Eintopf wird vom neuen Vermieter ausgeschüttet, weil er der Stadt nicht schmeckt. Wir sind die stinkenden Socken von Erfurt. Man will uns die gute Laune nehmen, man zeigt mit dem Finger auf die bedrohliche Abenddämmerung, die unser Haus umkreist. "Seht ihr denn nicht?" Ja, wir sehen, aber wir verhalten uns nicht entsprechend, wir machen einfach nicht das, was ihr von uns erwartet. Das Leben ist kein Film, der bestimmte Regeln einhalten muss. Wir sind frei. Es ist Prüfungszeit und wir hängen besoffen auf der Schultreppe und draußen geht ein fürchterlicher Sturm nieder und wir wollen gar nicht nach hause, wir haben uns, hier auf dieser Treppe. Die Eltern leben in einer ganz anderen Welt, genau wie die Lehrer. Unser Schiff schaukelt hin und her, wir wollen nicht an Deck, wir wollen die Welt da draußen nicht, wir wollen sie zurückschieben, wir wollen da nicht rein. Wir sind weiche, langsame Kinder, die lieber Löcher in den Boden bohren wollen (um die Freiheit zu vergrößern die zwischen Himmel und Erde eingeklemmt ist) oder Dingen beim Wachsen und Verfallen zusehen wollen und nicht mit Antidepressiva und Alkohol vollgepumpt auf die Dorf-Kirmes geschubst werden wollen und besoffen tanzen und am nächsten Morgen in den Ruinen unserer Körper erwachen, jetzt wird die Temperatur unfreundlich, ich bin froh, dass sich ein Automatismus um meinen Atem kümmert, ich schwappe an den Rand meines Gehirns. Wir glotzen in die Zukunft und wissen nichts. Wir brauchen Wärme und wissen nichts. Wir haben sympathische Stimmen und wissen nichts. Wir reflektieren über das, was wir tun und wissen nichts. Wir sind weder fröhlich noch depressiv, wir sind pumpende, schnaubende, dehnende, streckende, atmende Körper. Niemand kann uns unseren Körper wegnehmen, niemand kann uns unsere Sehnsucht wegnehmen. Sie ist fest verzahnt in unserem Herzen, die Zeit hat sie verzahnt mit all unseren Organen. Wir tragen sie in die Zukunft. Woran glauben wir eigentlich? Wofür zappeln wir uns ab, wenn nicht für ein paar angenehme Momente, bevor alles über uns zusammenstürzt...
An meiner Körperhaltung kann man ablesen, dass ich nicht weiß, welche Funktion ich in der Welt habe. Ich schwebe wie ein Luftballon über der Stadt und hoffe, dass man mich nicht loslässt. Ja, wer hat mich überhaupt in der Hand? Dass ich noch existiere, ist ein Grinsen, das einem schönen Sonnenuntergang entgegenfließt. Ich darf nicht vergessen zu trinken, denn das dxm dehydriert. Der Wunsch nicht zu sterben ist wichtiger als die Haut, die den Körper von der Welt abtrennt.
Wenn das Ich ausgehebelt ist, begreift man, wie seltsam es ist, zu existieren neben all dem anderen, was existiert. Ich habe ein Gehirn, so wie andere Menschen auch. Wenn dieser Gedanke mir ins Bewusstsein spühlt, komm ich mir so viel klüger, tiefer, stabiler vor als alle Anderen. Ich weiß, dass meine Worte nicht ausreichen, meinen Rausch zu fassen. Aber der Hinweis, dass der Rausch mehr Wissen und Wahrheit bringt, ist wichtig, ist ein Stück Schokolade, das man dem Selbstmörder auf dem Dach in den Mund stecken kann. Ich spüre, wie mich mein Nachbar und Cioran und die Lieder die ich höre so prägen wollen wie ich als Kind geprägt wurde von Menschen und Gedanken und Musik.
Drogen geben uns die Chance, Dinge in unserem Leben nachhaltig zu korrigieren.
Diese sechs Silomat-dxm-Pillen in ein paar Tropfen Vodka aufgelöst sind total ausreichend. Ein weicher Teppich. Die Übelkeit hat sich ja vorhin in eine milde Euphorie verwandelt.
Wenn man "eben grad" mit "damals" ersetzen würde, würde man sich die Chance verpassen, das Leben geräumiger zu machen. All die Sachen die ich schreibe sind gut. Interessant, dass man erst richtig denken kann, wenn man taumelt. Dieses nervige Ich steht sonst ja dauernd im Weg. Es biegt mit Ängsten und Hoffnungen die Wirklichkeit kaputt. Ohne all diesen Kram sieht man erstmal, was für Möglichkeiten man eigentlich hat. Ich möchte mich nicht mehr für meinen Stil entschuldigen -> ich bin reifer geworden. Die Abblende gehört zum Lied - so wie die Rundung eines Sessels zum Sessel zum Sessel zum Sessel. Da ist wieder das Echo der Euphorie. Guten Tag du! Mit diesem Text vergewissere ich mich nur, dass ich existiere. Schreiben ist ein Abenteuer wie jede andere Arbeit auch. Ich habe das Gefühl, den Text fertig zu haben. Ich habe das Bedürfnis, tausende Kopien davon anzufertigen und über die Stadt zu verteilen. - Ja, sowas kann man machen, wenn man lebendig ist, fühle ich mich als ob ich in einem dunklen Schlafzimmer träume, ach so, ich sitze ja auf meinem Bett in diesem dunklen Schlafzimmer, ich fühle mich gehetzt von der Musik, als wäre die Musik mein Publikum. Ich glaube, ich habe alles richtig gemacht. Doch was nützt es?
Ich glaube auf dxm hat man die Aufgabe, eine Brücke zwischen seiner tiefsten Innenwelt und der äußeren Welt zu bauen. Jedes Mal ein Stückchen daran arbeiten, während du hier bist. Eine Straße, die man nehmen kann, wenn man von einem Zustand in den anderen kommen will. Das ist perfekt ausgedrückt. Möglich, dass das ALLES hier komisch wirkt, aber es ist richtig so. Lass dich darauf ein, akzeptiere die Sprache, den Stil, die Bewegungen. Das hier ist ein erster Brückenpfeiler. Das Buch - ich nehme an wir befinden uns in einer Art drittem Blume-Buch - ist eine Brücke. Wo genau ich gerade schreibe, das weiß ich nicht genau. Ich weiß aber, dass das "das" im vorigen Satz nicht zu meinem Stil passt. Es ist ein Fleck, ein schöner Fleck auf dem Kleid, in das ich Elian gezwungen habe .. oder Demien .. oder wie auch immer. Ich winke besoffen die Fotografen weg, die sich um mich herum in Stellung bringen. - Der Tod ist jedenfalls nichts schlimmes, unser Gehirn ist für die Ewigkeit Nichts gemacht, lüge ich und popel mir in der Nase auf einem Friedhof in der Nähe meiner alten Schule. Ich vergleiche jeden Friedhof mit dem ersten Friedhof, den ich je gesehen habe. Überall das gleiche - so schlimm kann es gar nicht werden... Die Musik überfährt mich-------, aber mir ist nichts schlimmes passiert.
17.5.
Mögliche Nebenwirkungen der DXM an den folgenden Tagen:
– die Lust zu lügen, meist nur Kleinigkeiten, die Unfähigkeit die Wahrheit zu sagen ohne mich zu schämen, später aber extreme Scham für die Lüge
– extreme Dünnhäutigkeit
– die Vermutung dass all meine Freunde wahnsinnig sind und mir gefährlich werden können
– kleine Missgeschicke reiben total auf (z.B. wenn ich Dinge nicht finde, oder Dinge runterfallen, oder ich eine Mahnung von meinem Telefon-Anbieter erhalte)
– die Lust sich der apokalyptischen Stimmung hinzugeben
– die Erkenntnis dass es keine Musik gibt, die mir entspricht, außer die Musik die ich mit Schildi mache
– verdrängte Schuldgefühle kommen hoch, will ich mir nicht gefallen lassen, kann nicht schlafen
– das Gefühl, der Welt ausgeliefert zu sein
– das Gefühl, nichts dagegen tun zu können, dass man permanent missverstanden wird
–
11 Mai 2015
DXM-Intervention II
11. Mai
In den letzten Tagen habe ich mich geweigert, etwas zu schreiben, um dem, was aus mir heraus will, Zeit zum Reifen zu geben. Vieles erschien mir schreibenswert, aber ich hab es zurückgehalten, manchmal mit viel Gewalt, mit viel verkrampfter Dummheit. Nein nein nein, du bleibst drin, dein Job ist noch nicht getan. Ich muss mich erneuern, deshalb muss ich auch meine Beziehung zu den Worten verändern.
Ich habe eine neue Droge entdeckt, mit der ich heute zum ersten Mal allein experimentiere. Das in Hustenstillern enthaltene DXM. Der psychotrope Effekt ist außerordentlich, sitze ich hier und versuche mich wie ein interessanter Schriftsteller zu fühlen. Alles, was von außen an mich herangetragen wird, hat nichts mit mir zu tun - ob ich berühmt werde oder nicht, sagt nichts über das aus, was ich beschreibe.
12 Kapseln von Silomat aufgebrochen und in 2cl Wodka aufgelöst und in einen zuckerigen Kaffee gekippt. Eine Stunde zuvor eine leckere Grapefruit gegessen. Es ist kurz nach 1Uhr in der Nacht. Die bisherigen Erfahrungen mit DXM gehören nur mir und denen, die mich dabei begleitet haben. Es sind in der letzten Zeit viele seltsame Zufälle passiert, deren Zauber ich nicht belletristisch herabwürgen will. Derzeit bin ich viel unter Menschen und bemerke, dass ich eine echte Aura habe. Die Leute hören mir zu und stellen Fragen, als wäre ich ein Orakel. Tatsächlich spüre ich, wie das, was ich ahne, von einer zeitlosen Relevanz getragen wird. Sollte dies ein Trug sein, könnte ich trotzdem damit leben. Mit großen, wahnwitzigen Gesten scheitern. Ein Bewusstsein, das Löcher hinterlässt in den Leben der Anderen. "Hauptsache irgendwas passiert" ist eine gute Pille gegen Verdrießlichkeit.
Zur Zeit mach ich viel mit Fetsch, ich fühle mich ihm echt verbunden, hab ihn total lieb. Ich genieß die Gefahr, in die mich meine Ratlosigkeit gelockt hat. Wenn sich meine Worte auflösen und das Schreiben wichtiger wird als das Geschriebene je sein könnte, hab ich es nicht mehr nötig, meine Nichtigkeit zu bestreiten. Ich liege den ganzen Tag im Bett und versuche mich nicht mit der Zukunft zu verbinden: der neue Vermieter wird hier bald eine umfassende Renovierung durch unsere Wohnzellen fluten lassen, es gibt einige Leute, die uns helfen wollen, aber am Ende müssen wir uns wohl damit abfinden, dass die Kälte der Gesetze unsere Blauäugigkeit zerschneidet.
Ein euphorisches Taumeln erweitert die Musik, mir fällt es schwer konzentriert auf etwas zu schauen, weil es auch keinen Grund gibt, sich auf etwas zu konzentrieren. Ich glaube, dass ich mich nachher daran erinnern muss, dass meine Einsamkeit eine wichtige Grundlage ist. Ein kiffiges Kribbeln kritzelt wild hinter meinem Gesicht herum, der Vodka ist unangenehm, aber so vergesse ich wenigstens nicht, dass ich einen Körper habe. Ich weiß nicht genau, was ich mit meinem Gehirn gemacht habe. Wie werde ich mit dem dissoziierenden Effekt umgehen? Lohnt es sich, sich an der Orthographie festzuhalten? Meine Schaltzentrale ist durchblutet und lebt. Euphorische Gleichgewichtsstörung, high und sumpfig. Unmöglich, die Frage zu beantworten, ob man vor dem Leben und dem Gehirn Angst haben muss. Zum Glück gibt es in mir eine Affinität zur Coolness von Bruce Wilis. Ich darf nicht vergessen zu trinken, das DXM dehydriert sehr stark. Die Msuik verwandet sich ins existentielle Suppe. Ich fühle mich langsam und von Vodka vergiftet.
Dass ich lebe, ist sonderbarer als die Tatsache, dass ich irgendwann nicht mehr lebe. Ich muss Wasser nachholen. Jede Anstrengung hat einen Wert. Die Chance ergreifen. Ein Kapitel des Lebens schreiben. Etwas tun, einfach etwas tun. Was ist gegen Kotzen zu sagen? Es ist jedenfalls nix dramatisches. Alles was man tun kann, kann man tun. Es passiert nichts schlimmes. Existenz ergründen ist wie einen dunklen Wald ergründen. Mal allein, mal mit Freunden. Warum nicht? Ich stelle mir vor, gleich meine Sprache auszukotzen. An dieser Sprache hängt dein Ich, dein Leben... Ich stecke wieder mal hier drin. Kein Traum, keine Phantasie, kein Tod. Hier ist alles frei von Tod. Ein Lied. Sky Blue.Ich möchte den Alkohol auskotzen... jetzt ...
Aber es gab ja nichts zu kotzen. Nur das kotzige Bedürfnis ganz kleine Schritte zu laufen. Und sehr heitere Musik. Denn es gibt keinen Grund zur Sorge. Überhaupt nicht. was fängt der körper mit dieser schwammigen euphorie an? also kann ich meine worte mit dem rausch koppeln? es geht und es lohnt sich. die buchstaben sind lose und ich drücke sie und wackel sachte hin und her. ich weiß nicht, was es zuu sagen gibt außer die bedrückende bewegung. sie schaut wie ein blauer esel aus die bewegung nein nein meine spinnenmenschenfinger blablabla. einfach nur schreiben dem druck was entgegenhalten tanzen lalala bewusstsein und gehirn und taumel und musik. worte uind das nichts. hier unten ist das ach egal. keine worte mehr. Indem ich in der Musik wühle wühle ich in meinem Gehirn, indem ich das hier schreibe zieht mich irgendwas hinter meinem Gesic ht hoch, ganz hoch, weg aus dem Raum und die Musik unter mir. Ich hätte gern eine Bedeutung in der Welt, ich wäre gern etwas festes. ich hoffe mein Herz zerreißt nicht, denn ohne dises Herz geht es nicht weiter. ich mache die Augen ganz tief zu und mein OPberkörper biegt sich über die Tastatur, es gibt kein Leid und kein Glück, mir ist als schreibe ich mit Elton John ein Lied, während er Rocket Man singt. Auf einer gelben Bank. Er sieht mich. Er kann so ernst sein wie ich. ich weiß dass mich Elton John nicht kennt. diese tatsache will etwas mit mir machen. es gibt leute die mich kennen. der wunsch gekannt zu werden erfüllt mich mit echo. die tastatur ist tief unter mir. die grenzüberschreitung ist real. jeder beruf ist wie tod. wer bewertet mich? extremes schwindelgefühl, der körper zieht sich zusammen, extremes stauchen. das muss so sein, sag ich mir, frag ich mich. wenn man die worte nicht richtig benutzt, ist man wahnsinnig. warum fühle ich mich hier wohl oder tu ich es gar nicht? wo laufe ich hin? ich steige auf das schaukelpferd des gedankens, dass es mich gar nicht gibt und ich bin frei. ich wackel hin und her und weiß nicht was das soll... süße kotzige panik. was mach ich hier? einfach ziehen lassen... es ist nicht kaputt...
Geradee eine aufnahme mit dem handy gemacht. („zuckig bösiges Kotzen, das bin ich, verstehst du? Ich bin das Zuckig-Bösige! So sieht das also aus, wenn man kein ich hat. Da stinkt irgendwie der Tod mit, befreiendes Schwitzen, alles ist gut. Süße dunkle Panik, irgendwas ist befreit, einfach hingekotzt, es ist gut zu kotzen, es ist wichtig am Leben zu sein und irgendwas zu machen, in irgendeiner Uniform zu stecken, das Gehirn erzeugt ein Delay-Bedürfnis, an das ich mich anlehne, ich lehne mich an das Delay-Bedürfnis, ich bin wirklich wahnsinnig, gekotzt und wusste nicht, dass ich es angemacht hab, dieses Lied – dissoziiert – knibbelter Rausch, gutes interessantes Leben, das Gehirn kann so viele Dinge, es ist alles so toll hier. Warum hat man nur Angst vor? Weil es dunkel ist? Das hier ist alles deine Freunde. Diese Kotze ist gut, weil sie Zeichen setzt. Ich habe kein Interesse daran, Wahnsinn zu definieren. Je geordneter, desto distanzierter. Ich hab so schön in den Flur gekotzt, Kotzen ist sehr sehr gut und schön und ich weiß nicht wohin, es kann alles ganz schnell enden, es ist gut dass es sowas gibt, es ist gruslig aber gut. Hier ist Gott wirklich nicht anwesend. - Was der Alltagtag was der Alltag. Ey... Hab mir grad überlegt, einen Arzt zu rufen. Freunde schauen mich mit ernsten Blicken an, „du hast es zu weit getrieben, du stirbst.“ Nein hier wird nicht gestorben. Der Tod gehört zu allem dazu. Er schleicht in mir seine Kreise. Er spielt nie eine größere Rolle. - Wie wäre ich jetzt bei meinen Eltern im Auto? Wie würde ich mit ihnen umgehen? Was würden sie mir sagen, wären sie im selben Zustand wie ich? Die Eltern haben mich in diese Welt geschickt... „Mach mal was damit!“, sagen sie.
sehr tief gekommen. jedes wort ist sehr ernst und fest und langsam. ich bin keinesfalls im alltag. jeder künstler befasst sich mit dem dunklen feld das vor dem tod gespannt ist. dieser satz hält mich ganz fest und beweist, dass ich wahnsinnig bin. etwas hat meinen schädel in griff. ich bin total befreit. so intensiv zeitlos ins leben verklemmt, definitiv etwas mit meinem gehirn gemacht, definitiv eine heftige rote droge. ich bin hier irgendwo bei anderen ... ich bin nicht allein.. ich bin mit anderen verbunden. so sieht es also hier hinten aus.. was ist denn hier lo0s? ich verstehe nichts.. ich fließe nur, das ist alles was ich sagen kann, ich gerate in etwas ganz anderes. was kann ic h mit diesem wahnsinn machen? werde ich berühjmt? was macht ihr auf hustenstillern? der dunkle tod ummantelt unsere stadt, natürlich sieht das niemand. ich habe angst nur eine leerstelle zu sein.
das leben fühlt sich gut an. das heißt: ein gehirn hat viele möglichkeiten. allein sowas zu schreiben könnte ketzerei sein, was sagt der unglaublich reiche, von mir distanzierte david bowie dazu? was hat er zu sagen? was mache ich hier? du bist verdammt, komische dinge langsam wahrzunehmen und zu beschreiben. ich wünschte jemand würde mir zusehen wie ich hier schreibe in diesen bewegungen. was bedeutet es, wenn das hier jemand liest? was hab ich davon hier zu sein? ich bin gespannt was die zukunft bringt. was passiert jetzt? das schreiben dieses satzers ist so intensiv wie nichts was ich bisher getan habe. dazu kommt golden years. was hat mir david bowie zu geben? ich glaube, indem ich diese frage stelle, stelle ich mein leben in frage. was hat mir irgendwer zu geben? warum bin ich so UNENDLICH STOLZ gekotzt zu haben? ich bin jemand anders ujetz aber auch noch im selben körper. warum schreibt man? um sich mitzuteilen. manche erfolgreich, manche nicht. der tod ist hinter jedem wort. ich werde wahnsinnig. nein, ich kann es ablösen. wie schön meine finger tippen. total bekifft und außerhalb von allem. es gibt wirklich etwas ganznanderes, ernstes, wahnsinniges... das gehirn hat so viel unglaubliche möglichkeiten. ich tippe auf dieser tastatur wie auf meinem gehirn und dazu kommt david bowie mit dem lied word on a wing. ich sitze entspannt im schneidersitz. ich werde nie mehr der selbe sein. ich sehe, wie ich verschwinde. euphorie. mein fuß schmeckt nach haut und ist eingeschlafen. lohnt sich dieses abenteuer? die tastatur riecht wie mein heller badesalzfuß. der alberne herr im hause hat pause ause use se äää. wir sind ein lebender organismus. ich spüre wie die tastatur mit meinem fuß verbunden bist. ich glaube gleich kommt eine freundliche beamtin und sagt, dass es jetz erstmal gut ist. diese narkose ist interessant. ich schreibe auf dieser tastatuzr wie auf meinem eingeschlafenen fuß. es ist ein lustiger kiffiger zustand, ich bin ein toller junge, ich hab keine kopfhörer, das leben ist ein roman, ich schlage meinen eingeschlafenen fuß, ich knicke den fußzeh, er gehört gewiss zu mir, die zeit brettert durch mein buntes elektrisches gehirn, alles ein panisch orgiastisches kribbeln. Hier ist eine schöne Geröllkammer. Gleich ist es um 3. Ein Ich zu haben ist sehr gefährlich. Ich muss mich mit Rael identifizieren., ein komischer Junge mit viel warmen Gefühlen. Das Leben ist etwas heikles. ich nehme daran teil und verliere Zukunft und Vergangenheit. wann küsst mich mal wieder jemand? ich bin total gut drauf. es gibt nichts, was mich runterziehen kann, alles zieht mich hoch.... alles zieht mich hoch... das ist die spitze der euphorie. ich wiöll FEtsch küssen, ihm zusammen sein, ich fühl mich wie ein kleinesx dunklestier, ich glaube meine substanz hat ihre arbeit getan, wenn ich mit FetscH an irgendeinem ende unserer wohnung existentiell herumschmuse bis der himmel zerbröselt. liebe is so einfach diese grandiose panik. ich kann mir nicht vorstellen wieder normal zu sein. mein eingeschlafenes bein bewegt sich zur musik wie ein arm.
es ist toll alles zu vergessen und immer noch stolz auf den frucht-kotz-strahl. wahnsinnig sein und nicht wahnsinnig sein sind meine freunde aus graipfruhtsaftfleisch, hau ich mir einen weißen handschuh ins gesicht. ich kann mein leben beeinflussen, ich verfüge über millionen möglichkeiten wie die knöpfe auf der tastatur da sind. werde ich meinen eltern sagen dass ich mal so war wie ich jetzt bin? wie wäre es jetzt mit den eltern? ich bin ein gruseliger affe der interessiert ist an vielenm dingen. alles ist intereedssant was das leben intereessant macht ... wir müssen uhjs gemeinsam an unjs reiben uns es ist egal ob wir es richtig machen. ich spüre dass ich schnell schreiben kann ich spüre dass es einen autpomatismus gibt im schreiben ich schreibene und halte jetz inne und lese und es ist intensiv und mein gehirn glüht das war die erklärung für intensiv der erste stoß war gefährlich. ich existiere am rand einjer komishcen klippe. das leben ist schön. ich kann mit meiner tastatur machen was ic h will ich sp+üre wie einfach esmir fällt zunschrieben und diese metaebenene hier oh bin ich bgerade verkrampft oder entspannt, ich bweiß es nicht, ich glaube das ist der zustand des rausches, des niochts, die grundlage von allem. wir sind alle nur zufällig in diesem film gelandet. ich schaue nicht wie die worte ausseehen. ein glück gibtes den automatismus. das hier ist weder schön noch lustig aber auch nein nein gar nicht hässlich, gar nicht bedrohlich. komm an, setz dich in diesen üppigen garten es ist alles ganz entspannt hier, musst du dir sagen, dein gesicht ist entspannt, die musik schreit freundlich, eine ganz neue art z schreiben, eine ganz andere art zu sein, wer hätte gedaxcht dass so viel möglich ist in diesewm lebenm. wie kann ich bndafür sorgen dass ich anerkennunhg finde? das ist die frage?
Ich bin total aufgetaumelt, aber wage es etwas klarzustellen: erstmal: sie sind schriftsteller und kompakt KOMPAKT gerüstet mit zeugs die tasten liegen ihnen im mund wie buchstaben jedes wort ein anlass zu einem unendliuchen echo. mal neue musik.- es ist toll,. dass nichts sinn ergibt. man muss es schätzen. es ist urlaub. musik orgasmus entspannung ich liebe dich. ich werde dafür nicht verurteilt, es gibt ganz viel leute die mich leiden können. ich bin überrasacht dass ich so gut schreiben kann. ich habe keine kopfhörer auf aber es ist laut. ich bin am leben und natürlich (fußnote zu invisible touch) sind die tippfehlerchen gewollt es sind die verzierungen. man darf keine angst haben dann wird das was. meine zähne sind meine freunde. mein atem funktioniert gut. totales rausch. pappgeschmack im mund. weise erhabenheit. schneidersitz. gardine. worte sind meine freunde.
Nochmal der Versuch, klar zu sitzen: Musik: Talking Heads.. Fear Of Music. Ich sehe bestimmt sehr konzentriert aus. Ich stelle mir vor, dass die Hustenstiller mein Leben kaputt gemacht haben.Eine böse Droge. Nein. Ist sie gar nicht. Weil es kein gutund böse gibt. Es gibt ja eigentlich gar nichts zu sagen schreibe ich am hellen gemütlichen Ende des Tages.
Mit diesem Text habe ich etwas ernstes in der Welt hinterlassen, etwas ernste4s mit meinem Leben getan. Darauf kann man mal frühstücken. Ich bin fest in meinen Träumen drin. Das Leben ist nichts anderes wie das Internet. Worauf kann ich mich verlassen? Das ist die ernste Frage... ich habe eben das n in das wort "erste" geschoben.
Schön gekotzt zu haben. Das war das beste was ich hätte tun können, lobe ich mich, weil es niemand anders tut auf diesem taumeligem herbst-schiff.
die intensität des lebens, der existenz. es ist wichtig sich zu vergewissern dass man entspannt ist. der strenge gedanke "meine hände sind andere füße" schmeckt wie meine füße zu "cities" von talking heads.
ANGST... WENN es keinen grund gibt glücklich und unglücklich zu sein -> tod. ich bin am Rand meines Schädels angekommen, was werde ich damit machen? Welche Funktion hat mein Leben? Was soll ich mit mir anfangen? Mit diesem lustigen bunten Setzkasten. Werden meine Eltern Angst um mich haben? Dieser Satz darf nur existieren wenn er grammatikalisch falsch ist, denn sonst ist die Angst der Eltern nicht echt glaub ich oder zumindest ... es gibt nichts zu sagen jetzt. ich knirsche mit den zähnen, fühlt sich an als würd ich auf einer plastikliege liegen. ich bin froh dass cioran vorausgegangen ist. ich glaube alle menschen sind in diesem zustand miteinander verbunden. ich stelle mir vor dass ich mir das leben nehme. ich fühle mich durchflutet von einer grünen frühlingshaften euphorie., alles ist weich. ich habe so sehr angst davor, bewertet zu nwerden, verurteilt zu werrden, eingeschätzt zu werden, das ist die absolute grundangst von mir: festgestelölt zun werden, gefesselt zu nwerden, eingesperrt und drangsaliert.
Es ist ein ganz seltsamer Zustand und ich lüge nicht. Es ist sehr seltsam hier, ich komm mir vor wie ein grüner schleimiger freundlicher kahlköpfiger Lehrer der in den Gang rausguckt mit einem Marionettengesicht im Sonnenschein und sagt: das hier ist echt ein anderer Zustand, eine andere Ebene, eine andere Wirklichkeit, was das hier genau ist, weiß ich nicht, das hier ist der erste Versuch, diese Substanz zu gebrauchen. Für irgendwas wird es gut sein. Ich atme wie das LÖied "Heaven" von talking heads atmet.eine entspannte euphorie hinter dem tag. Worte sind so essentiell wie Töne. deshalb pass ich so gut mit Fetsch zusammen. er ist auch so, die mediale realität macht einen bogen uim uns.
zum glück hab ich nicht mehr genommen. soviel mehr hält mein lieber schädel nicht aus. das hier ist absolut genug. ich habe mich jetz gut hier eingerichtet. die kotze im flur ist nicht giftig sage ich mit grünen ausrufezeichen. die musik nimmt mich richtig mit. ich weiß nicht, was ich sonst tun soll... das gesicht was du beim weichen flüsternden sonnigen lesen machst entscheidert über deine symathie zu mir. jetzt haben wir ein deja vu. ich bin ganz und gar gehirn, die gs die gs die gs.. gggg gggg ggg geh geh geh geh ... auf etwas hängenbleiben. alles was ich schreibe auch sagen. sagen. sagen. der rausch. das ich. zweo freunde. splitter. wasser. liebe. baum. baum baum baum baum baum. klettern baum. neue musik. jaaaaa.... kann mich jemand hören? kann mich jetz jemand hören? ich rede und schreibe und frage mich ob mich jemand hören kann... ich rede und schreibe gleichzeitig was ich rede und schreibe und schreibe und rede und schreibe ich rede und schreibe und rede und schreibe und rede und schreibe und rede und schreibe und rede und schreibe und rede und schreibe alles was ich tiipe spreche ich auch ich spreche alle buchstabenwörter. ich fühle mich als wäre ich betrunken und würde etwas aufnehmen. das ist so schön hier in diese tastatur was hineinzukneten und es ist auch schön zun reden und zu shcreiben und zu re4den undzunshcreiben ich bin ein dichter denn ich schreibe texte und das gedicht ist der terxt und das schreiben ist das kunstwerk nicht xder text alle sist fließend es gibt keine struktur aber dpochj das tastuatur ist struktur. ich kann fallen in die worte in die bewegung aber die musik ist auch da. das aber war nicht nötoig. jetzt aber neue musik.mazzy star bringt frieden ins gehirn. total high. der tag geht auf. ich bin an den rand gekommen, es gibt keinen grund etwas anderes zu tun als einfach nur daliegen mit einem freund und zumindest jetzt nicht. es ist so toll wieder zurück nach haus zu kommen... also keine angst vor dem tod. der tod ist ein mazzy-star-lied. gründlich gereinigt. irgendwie lustig festzustellen dass die beine einen großteil des körpers ausmachen. ich bin sehr stabil. vorhin: dieses panikgefühl und das kotzen. was für eine schummerige schau. ein tolles training. bald bin ich soweit, in den wald zu gehen. ich bin ganz nleicht und total gesund. das n an leicht ist total hübsch, es hat ein mazzy-star-zwinkern. ich finde mich jetzt gut zurecht hier in dieser welt. der übergang ist SCHRECKlich und gewöhnungsBEDÜRFTIG. aber ich bin jetzt toll hier. guten tag. GUTEN TAG. was für ein zufall, dass alles so schön ist. warum auch nicht.... Gibt es gründe sich zu entspannen? ja. das leben ist etwas entspanntes. ich muss mich für nichts entscheiden. einfach teilhaben an dieser ecke der existenz. es wird schon seinen grund haben, dass jetzt nicht der große vorhang fällt, dass nicht alles plötzlich verschwindet. alles ist da und ich auch und mal sehen was passiert. es ist so absurd, wer wird mich anerkennen für das, was ich hier tue? wer? wer? sweet mary of silence.
berauscht sein = poesie ernst nehmen / spüren... Was für ein Geschenk ist Nietzsches Optimismus? Jeder Satz dieses Textes ist eine tiefe kalte blaue Garage. Was werde ich morgen tun? Auf jewdenfall die Kotze abwischen die am Boden hängt.
Alles was mir hier Angst gemacht hat...gibt gar keinen Grund... ist am Anfang nur EXTREM EIGENARTIG damit muss man erstmal klarkommen, es ist jedenfalls nicht schlimm. das zu wiederholen ist wichtig. die schleife der wiederholung trägt zur harmonie bei. ich liebe dich. endlich mal vorangekommen. die frage ist ja immer: bin ich stark genug den Zustand mit Worten zu stabilisieren? jetzt ist alles luftig und friedlich und mein Leben ist ein schönes zerknittertes fragezeichen und damit bin ich verbunden mit all den anderen leuten in der welt. ich würde gern mit freunden an etwas arbeiten.
alles, was uns abhält, eine lustige, gefährliche band zu gründen, ist quatsch. quatsch mit bommeln. es ist toll hunger zu haben. wie bekomm ich die kotze da weg? was passiert nach meinem tod? ich liebe meine verdauung. interessant, dass meine panik mit einem deja vu verbunden war. eine grundlegende angst - kannte ich sie schon oder hab ich sie zum ersten mal empfunden? meine schwammigkeit verwandelt mich in ein dickes gemütliches walross, auf dessen schuppigem saftigen fett unter der sonne ich die tastatur bediene und das walross singt tom waits. es ist eine intensive weiche vorstellung, keine halluzination. ein traum auf der einen hand und das wachbewusstsein auf der anderen hand. alles kann angst machen, der ernst in allem macht angst. aber auch heiterkeit ist etwas ernstes. euphorie und orgasmus ist etwas ernstes. ein ewiges glückliches leben ist etwas ernstes. ein schönes lied ist etwas ernstes. ich spüre dass diese sätze mit ernst etwas mit meinem gesicht zu tun haben., sie gehören dazu. sexualität ist nichts ernstes. ich glaube ich bin immer noch ein kind. habe lust einen film zu sehen. kommt mir vor als hätte ich ganz ganz ganz viel geschrieben, so viel dass du dir an den vielen ganz ganz ganz deine wäsche zum trocknen aufhängen kannst. ja wirklich so einfach ist das, laufe ich die treppe hoch und schau was als näcjhstes lied kommt. das komishce ist, dass die musik wertet. warum tut sie das? wie kann sie sich das wagen? ich komm mir vor, als würde ich mit der tastatur im grünen dunklen rasen der stadt herumstochern, mich mit meiner umgebung befassen. ganz basale dinge. wenn man drogen nimmt, macht man wichtige dinge. ich hab angst, dass mir meine euphorie meinen musikgeschmack übel nimmt. liebe euphorie, such dir doch einfach was aus, was du willst.. wenn dir "dancing in the dark" nicht gefällt... ach es geht schon, ich bweiß ja nicht, was dein körper leisten kann... nicht dass ich dich zerrreiße... das wollen wir nicht... wir sind dir freundlich gesinnt... wir wollen dass du ein schönes leben hast... das ist das ganze geheimnis... was danach kommt ist erstmal egal...erstmal... na klar, kau ein bisschen auf dem "erstmal" herum... kein problem... mekrst du, wie kalt es wird? und dass es toll ist, diese kälte? es macht spaß worte von allen seiten anzuschauen. ich spüre wie es heller wird draußen, wie es frischer wird, die vögel begionnen zu zwitschern, david byrne passt auf dass er keine worte verschluckt, ich knirsche mit den zähnen, damit ich es genießen kann, einen körper zu haben.
ich spüre wie mein ich wartet, bis es wieder reinkommen darf. wie ein hund wartet es draußen, während ich grapefruit einkaufe. ich lache aus dem fenster, schüttel mein lachen wie frau holle mit meiner kopfkissen-zunge auf die straße. diese worte wie meine knirschenden zähne. vielleicht sollte ich diesen text wie eine gelbe leuchtende freundliche blume in den briefkasten von Fetschsegeln lassen und einen schönen orangensaft trinken auf meinem nach kotze riechenden flur.
der himmel hat etwa die farbe meiner zimmerwand. kann man so stehen lassen. ich bin so glücklich weil es Fetsch gibt. es gibt ihn wirklich. mein herz hat sich einen grünen partyhut aufgesetzt und feiert seine existenz. ich mag es, wenn mir die ahnung, dass ich einen grammatischen oder orthographischen fehler begangen habe, im mund schmilzt wie ein leckeres saftiges O. wenn ich mit absicht einen fehler makkche so wie eben mit den kk hab ich den leser geküsst. haggllo. :-)
aber jetzt kümmer ich mich mal um meine kotze ... :-)
Das Aufwischen macht Spaß. Aber ein anderer Spaß war aufzustehen und zu sagen "Ich bin immer noch total dissoziiert." Es ist schön dass man die Möglichkeit dazu hat. zum glück ich hab nicht mehr als 12 Kapseln genommen. habe gestern schon seit langem mal wieder Bong geraucht. habe ein bisschen angst, den text jetzt zu lesen. werde mir einen film ansehen. dazu etwas müsli und apfelmus. so, jetzt bin ich gekoppelt an die realität da draußen. ach nein, nicht mehr reden von drinnen und draußen. alles ist drin bzw alles ist draußen. keine ahnung. diese ahnungslosigkeit, auf die ich gerade mit dem finger zeige, macht euphorisch oder? lasst uns tanzen! es war ein schöner tag!
Letzte Vermutung: das Ich besteht nur aus worten. - Wahnsinn = es nicht für selbstverständlich nehmen können, ein Ich zu haben
Übrigens habe ich Angst nie mehr verstehen zu können, wie Menschen so leben und reden können wie sie es immer tun. Weggekapselt wie weggeschlossen zu sein. Ich stell mir vor, wie mein Nachbar sein bärtiges Gesicht in mein helles, weiches Gesicht tunkt und mit einer metallisch-hallenden Stimme sagt: "Dass du das alles nicht mehr verstehst, ist natürlich der Beweis, dass du wahnsinnig bist. Dein Leben ist gelaufen, die Behörden können dich abhaken."
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